Digitale Transformation am EvKB: Strategische Partnerschaft mit Kumi Health für AI-gestützte Performance
Orchestrierungsschicht neben dem KIS – Evangelisches Klinikum Bethel setzt auf KI zur Prozesssteuerung und Team-Entlastung
Das Evangelische Klinikum Bethel (EvKB) und das Health-Tech-Unternehmen Kumi Health haben eine strategische Partnerschaft zur Implementierung einer AI-gestützten Performance-Plattform geschlossen. Das Bielefelder Universitätsklinikum führt die Software als zentrale Orchestrierungsschicht neben dem bestehenden Krankenhausinformationssystem (KIS) ein, um klinische Prozesse zu straffen, die Erlösabbildung zu optimieren und das Personal spürbar zu entlasten.
Angesichts des massiven Veränderungsdrucks im deutschen Krankenhausmarkt setzt das EvKB – eines der größten Häuser der Maximalversorgung in Nordrhein-Westfalen – auf eine innovative IT-Architektur. Während herkömmliche KIS-Systeme primär Dokumentations- und Abrechnungsaufgaben erfüllen, stößt die Steuerung komplexer Patientenpfade in Echtzeit oft an Grenzen. Hier setzt die Lösung von Kumi Health an: Als integrierte AI-Performance-Schicht kontextualisiert sie vorhandene Daten und orchestriert klinische sowie betriebliche Prozesse entlang des gesamten Behandlungspfads.
Die Implementierung erfolgt per „Plug & Play“, was langwierige Migrationsprojekte vermeidet und die vorhandene Infrastruktur effizienter nutzt. Ein Kernziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung digitaler Behandlungspfade, die gemeinsam mit den Mitarbeitenden harmonisiert werden. Dies soll nicht nur die Versorgungsqualität im Haus sichern, sondern bildet auch das Fundament für die durch KHVVG und KHAG geforderte sektorenübergreifende Versorgung.
Thorsten Kaatze, Vorsitzender Geschäftsführer des EvKB, betont, dass das KIS zwar das Rückgrat bleibe, für echte Geschwindigkeit und messbare Entlastung der Teams jedoch eine intelligente Zusatzschicht notwendig sei. Dr. med. Timothy Mende, CEO von Kumi Health, sieht in der Partnerschaft ein Vorbild für die Branche: Statt isolierter Insellösungen brauche es eine integrierte Softwareebene, die im Behandlungspfad verankert ist und neuen Gestaltungsspielraum für Qualität und Wirtschaftlichkeit eröffnet.




