Personalwechsel an der Spitze: Finanzgeschäftsführer Andreas Latz verlässt die BBT-Gruppe

Strategische Weichenstellung für die nächste Entwicklungsphase im Finanzmanagement des Klinikkonzerns

Foto Andreas Latz

Der Aufsichtsrat der BBT-Gruppe und Andreas Latz haben vereinbart, den bestehenden Vertrag nicht zu verlängern.
Foto: BBT Gruppe

Die BBT-Gruppe und ihr langjähriger Geschäftsführer für Finanzen, Andreas Latz (56), gehen künftig getrennte Wege. Wie der Aufsichtsrat am 20. April 2026 mitteilte, haben sich beide Seiten einvernehmlich darauf verständigt, den bestehenden Vertrag nicht zu verlängern. Latz wird seine Aufgaben noch bis zum 30. Juni 2026 übergeben, um anschließend eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Der Konzern nutzt diesen Wechsel für eine strukturelle Weiterentwicklung seines Finanzmanagements.

Latz verantwortete in seiner Amtszeit die wirtschaftliche Stabilität des Trägers in einer Phase „tiefgreifender Veränderungen im Gesundheitswesen“. Seit seiner Berufung in die Geschäftsführung im Jahr 2008 lag sein Schwerpunkt auf dem Aufbau einer konzernweiten Finanzstrategie. Durch die Einführung moderner Steuerungsinstrumente habe er die finanzielle Handlungsfähigkeit der Organisation nachhaltig gestärkt und damit die „Grundlage für ihre Zukunftsfähigkeit“ gelegt.

Seine Laufbahn im Gesundheitssektor begann bereits 1994 und war durch vielfältige operative Führungsrollen geprägt: Vor seinem Wechsel in die Unternehmensleitung sammelte Latz umfassende Expertise als Kaufmännischer Direktor, unter anderem am Ohrekreis-Klinikum in Sachsen-Anhalt sowie am Städtischen Klinikum Gütersloh. Zur BBT-Gruppe stieß er im Jahr 2004, wo er zunächst vier Jahre lang das Brüderkrankenhaus in Trier kaufmännisch verantwortete, bevor er in die Konzernebene aufstieg.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bruder Alfons Maria Michels, dankte Latz ausdrücklich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die maßgebliche Rolle bei der Sicherung der wirtschaftlichen Basis des Konzerns. Die Entscheidung zur Nichtverlängerung des Vertrages wird von beiden Seiten als logischer Schritt in einer neuen Entwicklungsphase begründet. Während Latz eine berufliche Neuorientierung anstrebt, plant die BBT-Gruppe eine Anpassung der Zuständigkeiten und Strukturen im Finanzbereich, um die begonnenen strategischen Ansätze konsequent weiterzuführen.

Bis zum Ausscheiden am 30. Juni 2026 wird Latz eine geordnete Übergabe sicherstellen. Über die Nachfolge oder die künftige Verteilung der Ressorts will die BBT-Gruppe informieren, sobald die entsprechenden Entscheidungen im Aufsichtsrat gefallen sind. Andreas Latz betonte zum Abschied, dass die vergangenen Jahre eine sehr gestaltende Zeit gewesen seien und er der Gruppe für die kommenden Entwicklungsschritte viel Erfolg wünsche. Mit seinem Weggang endet eine Ära stabiler Finanzführung, während der Konzern die Segel für die nächste Stufe seiner strukturellen Modernisierung setzt.

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