Saarland stellt neuen Krankenhausplan für 2027 vor
Leistungsgruppen sollen ab Januar gelten – Kabinettsbeschluss und standortbezogene Zuweisungen stehen noch aus
Das Saarland will seine Krankenhausplanung zum 1. Januar 2027 auf die neuen Leistungsgruppen umstellen. Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) stellte den Entwurf am 9. Oktober 2026 der Krankenhauskonferenz vor. Wie der Saarländische Rundfunk (SR) berichtet, stieß die geplante Neuordnung bei den beteiligten Akteuren auf überwiegend positive Resonanz.
Mit der neuen Planung sollen medizinische Leistungen stärker nach Spezialisierung und verbindlichen Qualitätsanforderungen auf die Krankenhausstandorte verteilt werden. Der Medizinische Dienst hat zuvor geprüft, inwieweit die Krankenhäuser die erforderlichen personellen und strukturellen Voraussetzungen für die beantragten Leistungsgruppen erfüllen.
Die konkreten Inhalte des Krankenhausplans sind bislang nicht öffentlich. Der Entwurf soll in den kommenden Wochen vom Landeskabinett beschlossen werden. Bis dahin sind weitere Änderungen möglich. Auch standortbezogene Leistungsgruppen-Zuweisungen wurden noch nicht veröffentlicht.
Die Saarländische Krankenhausgesellschaft warnt zugleich vor den wirtschaftlichen Belastungen der Kliniken. Geschäftsführer Christian Braun sieht insbesondere die Gefahr, dass künftig nicht allein medizinische Versorgungsziele, sondern zunehmend die Finanzierbarkeit einzelner Leistungen über das Krankenhausangebot entscheidet. Auch ver.di äußerte Sorgen vor möglichen Klinikschließungen.
Trotz der weiterhin offenen bundespolitischen Rahmenbedingungen hält das Gesundheitsministerium am geplanten Inkrafttreten zum Jahresbeginn 2027 fest.




