Krankhäuser im Saarland sind maßlos enttäuscht

Wie kaum anders erwartet hat der Vermittlungsausschuss das Krankenhaustransparenzgesetz unverändert bestätigt. Dazu erklärt der Vorsitzende der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG), Manfred Klein: „Unsere sind von Gesundheitsminister Karl Lauterbach und den Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen maßlos enttäuscht, weil sie den die dringend notwendigen Finanzhilfen zur Deckung der Betriebskosten weiterhin verweigern.“ Mit jedem Tag steige das Risiko, dass ein Krankenhaus geschlossen wird, wenn die Defizite zur Insolvenz führen und es keine positive Fortführungsprognose gibt. „Deshalb appellieren wir an Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, sich auf der Bundesebene mit größtem Nachdruck für einen zeitnahen Inflationsausgleich für die Krankenhäuser einzusetzen.“ Die Länder hatten bereits Ende letzten Jahres gefordert, den Landesbasisfallwert 2024, d.h. den „Preis“ für die Leistungen der Krankenhäuser, um zusätzliche 4 Prozent anzuheben, aber geschehen ist bisher nichts. Die Krankenhäuser dürfen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ihre Kostensteigerung nicht vollständig weitergeben und erwirtschaften damit allein im ein stündlich um 6.982 Euro steigendes Defizit; bundesweit steigt das Defizit aller Krankenhäuser stündlich um 589.262 Euro. „Wenn nicht rasch etwas geschieht, wird die Krankenhausversorgung über kurz oder lang zusammenbrechen,“ ergänzt der der SKG. Dr. Thomas Jakobs. „In dieser Situation ist es mehr als verständlich, dass bei den Klinikleitungen der Geduldsfaden demnächst reißen wird. Wir brauchen keine vagen Versprechen und keine Durchhalteparolen – die Krankenhäuser brauchen sehr schnell ganz konkrete Hilfen.“

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