Budgetverhandlungen in Corona-Zeiten

Artikel von Dr. René Holm, stellvertretender Vorsitzender des Regionalverbands Nordost der DGfM, in Zusammenarbeit mit Ina Penning, Vorsitzende des Regionalverbands Nordost der DGfM

Stellte bereits der Jahreswechsel auf das Jahr 2020 das Vergütungssystem für Krankenhäuser völlig auf den Kopf, so tut die aufgrund der Corona-Pandemie entstandene Situation ein Übriges, um die Budgetsituation für die Kliniken noch schwieriger zu gestalten. Im April 2020 kann niemand seriös voraussagen, wie sich die Leistungsmengen in den Krankenhäusern für das Gesamtjahr gestalten werden. Nicht notwendige Behandlungen sind seit März verschoben, viele Klinikbetten stehen leer. Die vom Gesetzgeber erfreulich schnell eingeführte 560-Euro-Lösung kann eine ordentliche Finanzierung immer weniger auffangen. Selbst wenn die Kliniken in der nächsten Zeit mit COVID-19-Patienten ausgefüllt oder sogar überflutet werden, ist nicht zu erwarten, dass die über Jahre gewachsenen Kosten der Krankenhäuser durch die Erlösmengen auf Basis vorhergehender Budgetvereinbarungen gedeckt werden können, je länger die Abweichung der Krankenhäuser vom „Normalbetrieb“ anhält. Schließlich beruht die personelle und materielle Ausstattung der Krankenhäuser auf dem Mix der Leistungsmengen aus der Vergangenheit.  […]

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling e.V. (PDF, 218KB)

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