Bayern stärkt die Krankenhausversorgung

Verbesserung der Krankenhausversorgung für die bayerische Bevölkerung in Städten wie in ländlichen Regionen

Die Krankenhausversorgung in Bayern wird weiter gestärkt. Der Krankenhausplanungsausschuss gab am späten Donnerstagnachmittag in München grünes Licht für wichtige Anträge, wie Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek am Freitag mitteilte. Holetschek betonte in München: „Wir stellen die Weichen für eine zukunftsfeste Krankenhausversorgung und setzen den nachhaltigen Ausbau bedarfsgerecht fort.“

Der Krankenhausplanungsausschuss hat in seiner Sitzung insbesondere die Erweiterung der Kapazitäten in der Psychiatrie und der Psychosomatik beschlossen. Die KIRINUS-Klinik München Nymphenburg kann sich über 16 teilstationäre Plätze für die psychosomatische Behandlung von Jugendlichen freuen. Für die Behandlung Erwachsener wurden weitere vier Plätze zuerkannt. Mit der KIRINUS-Tagesklinik Nürnberg erhält eine neue Tagesklinik die grundsätzliche Freigabe, mit zunächst 40 Plätzen in den Krankenhausplan des Freistaats Bayern aufgenommen zu werden.

Auch für die Berchtesgadener Land wurde eine Erweiterung von 20 zusätzlichen Betten in der Psychosomatik beschlossen. Über eine Erweiterung der Kapazitäten freuen dürfen sich darüber hinaus die Psychosomatische Klinik Bad Neustadt in Unterfranken (10 teilstationäre Plätze) sowie die Fachklinik St. Lukas in (10 Betten). Der Heiligenfeld Kliniken GmbH wurde im Krankenhausplan ein erhöhter Bedarf in Höhe von 28 Betten in Bad Kissingen in Unterfranken sowie im Umfang von 42 Betten in Waldmünchen in der Oberpfalz zuerkannt.

Auch in den somatischen Krankenhäusern werden Kapazitäten erweitert. So hat der Krankenhausplanungsausschuss für das InnKlinikum Mühldorf am Inn nunmehr die Aufnahme einer Schmerztagesklinik mit acht Plätzen beschlossen. Weitreichende Umstrukturierungen gab es auch beim Klinikum Traunstein und den Kreiskliniken in Trostberg und Ruhpolding: Die Kreisklinik Vinzentinum in Ruhpolding wird zu einem Standort zur Versorgung von Schmerzpatientinnen und -patienten umstrukturiert. Im Zuge dessen werden zehn Betten an die Kreisklinik Trostberg verlagert. Am Klinikum Traunstein werden weitere 20 Betten zusätzlich realisiert; das Klinikum wird künftig 595 Betten umfassen.

Im Landkreis Haßberge in Unterfranken werden durch die Haßberg Kliniken 20 Planbetten von Ebern an das Haus Haßfurt verlagert. An der Schlossklinik Rottenburg in Niederbayern findet zur Etablierung einer Akutgeriatrie eine Erweiterung um fünf stationäre Betten statt. Für das Kreiskrankenhaus Vilshofen hat der Krankenhausplanungsausschuss eine Erhöhung der Planbettenzahl auf 210 beschlossen und damit einer Übernahme der langjährig im Versorgungsvertrag stehenden rheumatischen Planbetten zugestimmt. Auch im Landkreis Cham in der Oberpfalz kommt es zu Verschiebungen: Von Roding werden 20 Planbetten nach Cham verlagert, so dass Cham künftig mit 220 Betten im Krankenhausplan gelistet ist. Am Klinikum St. Marien Amberg stehen Patientinnen und Patienten künftig zwei tagesklinische Plätze der zur Verfügung.

Daneben wurde für das Versorgungsgebiet: Stadt und Landkreis Sulzbach-Rosenberg dem Zusammenschluss des St. Anna Krankenhauses Sulzbach mit der St. Johannes Klinik Auerbach zu einem Krankenhaus im Sinne des Krankenhausrechts zugestimmt.

Darüber hinaus hat der Krankenhausplanungsausschuss am Donnerstag beschlossen, dass dem Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg nunmehr der Auftrag eines Maximalversorgers erteilt wird. Das Krankenhaus hält ein umfassendes und differenziertes Leistungsangebot vor und ist damit neben dem Universitätsklinikum der zweite Maximalversorger des Regierungsbezirkes Oberpfalz.

Der Minister betonte: „Die Entwicklung der akutgeriatrischen Versorgung in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte.“ So wurden durch das Bayerische Gesundheitsministerium 84 neue akutgeriatrische Betten anerkannt. Ebenso wurde einer Bedarfsfeststellung für 20 Plätze einer akutgeriatrischen Tagesklinik am zugestimmt. Damit verfügt Bayern über mehr als 2.700 akutgeriatrische Betten sowie acht akutgeriatrische Tageskliniken mit insgesamt 173 Plätzen.

Die Weichen für den weiteren Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung in Bayern werden durch die Bedarfsfeststellung je einer Palliativstation an der Goldberg Klinik Kelheim und am Klinikum Landsberg am Lech sowie der Bettenmehrungen in den Palliativstationen der Klinik Wartenberg und des Klinikums Ansbach gestellt. Zudem wurde am Klinikum Weiden zur bestehenden Palliativstation ein palliativmedizinischer Dienst anerkannt.

Damit verfügt Bayern über 53 Palliativstationen mit 496 Betten und 73 palliativmedizinische Dienste an 73 Krankenhäusern.

: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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