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AOK zu Gargs Plänen zur künftigen Krankenhausfinanzierung: „Mehr Qualität und ehrliche Diskussion um eine zukunftssichere Krankenhausversorgung“

Land muss seinen finanziellen Verpflichtungen stärker nachkommen

Die gestern von Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg in Berlin vorgestellten Pläne zur künftigen Krankenhausfinanzierung haben Licht und Schatten. Zu dieser Bewertung kommt die AOK NORDWEST als größte gesetzliche Krankenkasse im Land. „Die vorgeschlagene Basisfinanzierung dürfte in keinem Fall zu einer Wiedereinführung des Kostendeckungsprinzips durch die Hintertür führen. Für die Krankenhausversorgung steht grundsätzlich genügend Geld zur Verfügung, aber es muss effizienter eingesetzt werden“, sagte AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Die Analyse von Minister Garg, dass das komplexe DRG-System ökonomische Fehlanreize schaffe, teile die AOK NORDWEST. So würden auch von Krankenhäusern der Grundversorgung viel zu oft komplexe Eingriffe vorgenommen, die unter Qualitätsaspekten besser in spezialisierten Einrichtungen erbracht werden sollten. „Trotzdem hat sich das DRG-System im Grundsatz bewährt, muss aber weiterentwickelt werden“, so Ackermann. In diesem Zuge sei aber auch das Land gefordert, die Krankenhausplanung bedarfsgerechter und vor allem qualitätsorientierter auszurichten und die Versorgungsaufträge der Krankenhäuser klar zu definieren. Bisher spiele bei der Krankenhausplanung die Versorgungsqualität der Kliniken nur eine untergeordnete Rolle. Auch bei Standortdiskussionen stünden zumeist Aspekte wie örtliche Nähe der Krankenhäuser im Vordergrund und nicht deren tatsächliche Leistungsfähigkeit und Versorgungsqualität. Deshalb begrüße die AOK auch die von Minister Garg vorgeschlagenen Spezialisierungs- und Konzentrationsprozesse im Krankenhaussektor sowie eine engere Verzahnung von einer ambulanten und stationären Versorgung. […]

Quelle: AOK NORDWEST

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