Zur Notwendigkeit einer vollstationären Krankenhausbehandlung bei mittelgradiger depressiven Episode

S 8 KR 749/17 | Sozialgericht Regensburg , Urteil vom 04.02.  

[…] Zwar lag bei der Versicherten, wie von der Sachverständigen des SMD zu recht angemerkt, kein Akutereignis – wie beispielsweise ein Nervenzusammenbruch oder eine krisenhafte Zuspitzung einer Beziehung – vor. Ein solches Akutereignis ist für eine äre aber auch nicht zwingend erforderlich, auch wenn das Gesetz bisweilen von akutstationärer Behandlung spricht (vgl. § 39 Abs. 1 Satz 3 Halbsatz 2 SGB V). Daraus, dass die stationäre Versorgung im Akutbehandlung ist, folgt nicht, dass diese nur bei akuten Erkrankungen, nicht aber bei chronischen Leiden erforderlich sein kann. Entscheidend ist vielmehr, ob die zugrundeliegende Erkrankung – ex ante – im Sinne einer medizinischen Prognose der Krankenhausbehandlung bedurfte. Dies hat der Sachverständige unter Zugrundelegung der aktuellen zur unipolaren bejaht. […]

Quelle: Sozialgerichtsbarkeit

Das könnte Dich auch interessieren …