Validierung des Geriatrie-Checks zur Identifikation geriatrischer Patienten in der Notaufnahme

Ziel dieser Studie war die Beurteilung der konvergenten und prädiktiven Validität des Geriatrie-Checks, verglichen zum ISAR-Screening als bisher verwendetem Goldstandard in der Notaufnahme, sowie zusätzlich zur klinischen Einschätzung des medizinischen Personals.

Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamts werden bis 2060 allein in Deutschland 33 % der Bevölkerung ein Alter von 65 Jahren und höher erreicht haben [18]. Nach übereinstimmenden Definitionen mehrerer Fachgesellschaften kennzeichnet sich der geriatrische Patient durch ein höheres Lebensalter (überwiegend 70 Jahre oder älter) in Verbindung mit dem Vorhandensein einer geriatrietypischen Multimorbidität [6, 23]. Ältere Patienten in der Notaufnahme gelten als Hochrisikopatienten mit einer prolongierten Aufenthaltsdauer und einer höheren Wahrscheinlichkeit, längerfristig hospitalisiert bzw. institutionalisiert zu werden [3]. Die Wahrscheinlichkeit, innerhalb der ersten 3 Monate nach einem ungeplanten Aufenthalt in der Notaufnahme zu versterben, liegt bei dieser Patientengruppe bei ca. 10 %, das Risiko für einen funktionellen Abbau mit Autonomieverlust und Pflegebedürftigkeit bei ca. 20 % [1, 17]. Eine möglichst frühzeitige Identifikation geriatrischer Patienten im Rahmen des Erstkontakts mit dem Gesundheitssystem ist demnach geboten […]

Quelle: Springer

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