PAMINA-Gesundheitsregion baut grenzüberschreitende Versorgung aus

Kliniken, Krankenkassen und Verwaltungen aus Deutschland und Frankreich sollen neue Kooperationen und gemeinsame Strukturen für Krisen entwickeln

Mit der neuen „PAMINA Gesundheitsregion“ soll die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung zwischen der Pfalz, dem Mittleren Oberrhein und dem Nordelsass weiter ausgebaut werden. Krankenhäuser, medizinische Einrichtungen, Krankenkassen und Verwaltungen sollen dafür enger zusammenarbeiten und neue Kooperationsvereinbarungen entwickeln.

Das vom Eurodistrict PAMINA getragene Projekt verfolgt insbesondere das Ziel, das wohnortnahe Versorgungsangebot entlang der deutsch-französischen Grenze zu verbessern. Gleichzeitig soll ein belastbareres Netzwerk entstehen, das die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen auch in Krisensituationen ermöglicht.

Die neue Gesundheitsregion knüpft an das Interreg-Projekt „PAMINA Gesundheitsversorgung“ an. Daraus entstand bereits eine Vereinbarung, durch die Frauen aus Deutschland für eine Entbindung die französische Klinik in Wissembourg nutzen können. Dadurch sollen lange Wege zu einer deutschen Geburtsklinik vermieden werden.

Neben neuen Kooperationen im Gesundheitswesen sind im Folgeprojekt auch Schulungen für Entscheidungsträger und Beschäftigte der Kommunalverwaltungen vorgesehen. Gesundheitliche Aspekte sollen dadurch stärker in unterschiedliche kommunale Handlungsfelder integriert werden.

Das Projekt wird im Rahmen von Interreg Oberrhein mit EU-Mitteln unterstützt.