Krankenhäuser in Hessen: Das Nächste ist nicht immer das Beste

Alle Menschen in könnten die sichersten mit der höchsten Behandlungsqualität ohne Probleme erreichen, viele Behandlungen werden jedoch an Standorten mit geringerer Routine durchgeführt. Das zeigt der aktuelle der BARMER. Darin wurde für 5,6 Prozent der Hüft- und Knieeingriffe sowie für 4,3 Prozent der Herzinfarktbehandlungen in Hessen geprüft, ob sie sich von Standorten mit der geringsten Routine an Kliniken mit höheren Fallzahlen verlagern lassen, ohne dass unzumutbare Fahrtzeiten oder mangelnde Erreichbarkeit der Kliniken einen Hinderungsgrund darstellen. Laut Modellrechnung der BARMER können in Hessen 1.959 der insgesamt mehr als 37.000 Hüft- und Knie-Eingriffe und 796 der rund 28.400 Herzinfarktbehandlungen an anderen Standorten durchgeführt werden, ohne dass sich die Fahrzeit für die Patienten deutlich verlängert. Jeder vierte Krankenhausstandort in Hessen erbringt Leistungen, die ohne größere Fahrzeitnachteile konzentriert werden könnten. „Wer ein Krankenhaus betritt, geht oftmals von immer gleichen Qualitätsstandards aus. Doch Spitzenmedizin kann nicht jedes hessische Krankenhaus für jede Art der Behandlung bieten. Oft fehlt notwendiges Pflegepersonal oder Erfahrung. Werden Eingriffe an einem Standort nur selten durchgeführt, erhöht sich das statistische Risiko für und Mängel beim Behandlungsergebnis. Werden Eingriffe oft durchgeführt, haben die Ärztinnen und sowie das Pflegepersonal in der Regel eine höhere Expertise und von dieser könnten noch mehr Menschen in Hessen profitieren“, erklärt Martin Till, Landeschef der BARMER.  […]

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