IQTIG diskutiert Eignung von Qualitätsindikatoren im ersten Methodensymposium

Wissenschaftliche Grundlage der Qualitätssicherung steht im Fokus der Weiterentwicklung
Das IQTIG lädt am 11. Mai 2026 erstmals zu einem Methodensymposium ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, nach welchen Kriterien Qualitätsindikatoren entwickelt und bewertet werden und wie diese künftig weiterentwickelt werden können. Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaft, Versorgungspraxis sowie an Institutionen der datengestützten Qualitätssicherung im Gesundheitswesen.
Das Symposium findet als Präsenz- und Hybridveranstaltung von 10:00 bis 16:00 Uhr in Berlin statt und soll einen fachlichen Austausch über die methodischen Grundlagen der Qualitätssicherung ermöglichen. Ziel ist es, bestehende Bewertungsmaßstäbe kritisch zu überprüfen und Weiterentwicklungspotenziale zu identifizieren.
Institutsleiter Prof. Claus-Dieter Heidecke erläutert, dass die bestehenden Eignungskriterien für Qualitätsindikatoren umfassend überprüft wurden. Daraus seien bereits verschiedene Anpassungsansätze abgeleitet worden. Ziel sei es, die Aussagekraft von Qualitätsmessungen weiter zu erhöhen und gleichzeitig den Aufwand für Krankenhäuser und Arztpraxen nicht unverhältnismäßig zu steigern.
Dabei steht insbesondere die Balance zwischen wissenschaftlicher Validität und praktischer Umsetzbarkeit im Vordergrund. Die Weiterentwicklung der Methodik soll dazu beitragen, die Effizienz der Qualitätssicherungsverfahren im Gesundheitswesen zu verbessern.
Das Symposium gliedert sich in mehrere thematische Einheiten. Nach einem einführenden Impulsreferat werden vier zentrale Themenbereiche vertieft diskutiert:
Im Fokus stehen dabei die Relevanz von Qualitätsindikatoren für Patientinnen und Patienten, das konkrete Verbesserungspotenzial einzelner Indikatoren sowie die Angemessenheit der statistischen Risikoadjustierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Datenqualität als Grundlage verlässlicher Auswertungen.
Abschließend wird die Eignung kompletter Indikatorensets betrachtet, um die Systematik der Qualitätssicherung insgesamt zu bewerten. Die Ergebnisse und Diskussionsbeiträge sollen in die Weiterentwicklung der sogenannten „Methodischen Grundlagen“ des Instituts einfließen.
Weitere Informationen
Marc Kinert
Leiter Stabsbereich Presse und Kommunikation
Telefon: (030) 58 58 26 – 170
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