Polizeieinsätze in Berliner Kliniken bleiben auf hohem Niveau
Debatte um Sicherheit im Krankenhaus: Politik plant schärfere Strafen bei Angriffen auf Beschäftigte
Die Berliner Polizei ist im Jahr 2025 zu rund 14.300 Einsätzen in landesgeförderten Krankenhäusern ausgerückt. Wie der Tagesspiegel berichtet, bewegt sich die Einsatzdichte damit auf dem Niveau der Vorjahre, mit leicht steigender Tendenz. Erfasst wurden Einsätze in insgesamt 60 Plankrankenhäusern der Hauptstadt.
Zu den häufigsten Delikten zählen laut Polizeistatistik rund 1.500 einfache Diebstähle, knapp 600 Körperverletzungen, etwa 290 Fälle von Hausfriedensbruch, 260 Sachbeschädigungen sowie 250 Nötigungen. Auch diese Zahlen entsprechen weitgehend den Vorjahreswerten. Nicht erfasst sind dabei Vorfälle, die von Beschäftigten nicht zur Anzeige gebracht wurden – insbesondere Beleidigungen, Drohungen oder verbale Übergriffe, die laut Aussagen von Ärzten, Pflegekräften und Sicherheitsdiensten häufig unterhalb der Anzeigeschwelle bleiben.
Die Sicherheitslage in Krankenhäusern ist Teil einer breiteren Debatte über den Schutz von Beschäftigten im Gesundheitswesen. Neben Kliniken berichten auch Apotheken, ambulante Praxen sowie Rettungsdienste von einer Zunahme aggressiven Verhaltens durch Patienten oder Angehörige.
Vor diesem Hintergrund hat Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) zum Jahreswechsel einen Gesetzentwurf vorgelegt, der Angriffe auf Beschäftigte in Heilberufen schärfer ahnden soll.
Für Krankenhäuser und Klinikleitungen unterstreicht die Debatte die wachsende Bedeutung von Sicherheitskonzepten, Prävention, Deeskalationstrainings sowie einer klaren rechtlichen Rückendeckung für Mitarbeitende. Zugleich zeigt sich, dass strukturelle Belastungen im Gesundheitswesen zunehmend auch sicherheitsrelevante Auswirkungen haben.






