NRW setzt Förderung von Hebammenkreißsälen auch 2026 fort
Landesregierung stärkt hebammengeleitete Geburtshilfe in Kliniken weiter
Das Land Nordrhein-Westfalen führt die Förderung hebammengeleiteter Kreißsäle in Geburtskliniken auch im Jahr 2026 fort. Wie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) mitteilt, können alle nordrhein-westfälischen Geburtskliniken, die einen Hebammenkreißsaal einrichten möchten, weiterhin Fördermittel beantragen.
Seit dem Start des Programms im Jahr 2021 wurden bereits 56 von insgesamt 120 Geburtskliniken in NRW beim Aufbau eines Hebammenkreißsaals unterstützt. Dafür stellte das Land bislang mehr als 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage wird das Förderprogramm nun fortgesetzt.
Über das Programm können Kliniken unter anderem Schulungen und Fortbildungen für das Kreißsaalpersonal finanzieren, etwa zur Versorgung von Geburtsverletzungen oder zur Auswertung von CTG-Befunden. Auch gemeinsame Workshops von Hebammen und Ärztinnen bzw. Ärzten sind förderfähig. Darüber hinaus können Sachausgaben, beispielsweise für Geburtshocker oder Halteseile, bezuschusst werden.
Die maximale Fördersumme beträgt einmalig bis zu 25.000 Euro pro Klinik. Förderanträge können vom 2. Februar bis einschließlich 30. April 2026 gestellt werden. Die Antragstellung erfolgt erstmals vollständig online über die Plattform „Nordrhein-Westfalen fördert“.
Hebammengeleitete Kreißsäle ergänzen den ärztlich geleiteten Kreißsaal und richten sich an gesunde Schwangere mit unkompliziertem Schwangerschaftsverlauf, die sich eine interventionsarme Geburt wünschen. Die Betreuung erfolgt eigenverantwortlich durch erfahrene Hebammen, wobei bei Bedarf jederzeit die ärztliche Versorgungsstruktur der Klinik zur Verfügung steht.
Nach Angaben des Ministeriums trägt das Modell nicht nur zu einer selbstbestimmten Geburt bei, sondern stärkt auch die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Hebammen und Ärzteschaft sowie die Arbeitszufriedenheit der Hebammen. Eine durch das MAGS geförderte Studie bescheinigt dem Versorgungsmodell eine hohe Sicherheit und positive Effekte auf den Geburtsverlauf.






