Weniger Jugendliche in Niedersachsen nach Alkoholvergiftung im Krankenhaus

Rauschtrinken bei Jugendlichen zeigt rückläufigen Trend

In Niedersachsen mussten 2024 726 Kinder und Jugendliche aufgrund von Alkoholvergiftungen stationär behandelt werden – knapp sechs Prozent weniger als im Jahr 2023 (770 Fälle). Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes Niedersachsen hervor.

Besonders stark sank die Zahl der Jugendlichen im Alter von 15 bis unter 20 Jahren: Insgesamt 612 Betroffene, darunter 337 Jungen (Vorjahr 362) und 275 Mädchen (Vorjahr 296), verzeichneten jeweils einen Rückgang von rund sieben Prozent. Bei den 10- bis unter 15-Jährigen wurden 114 Kinder ins Krankenhaus gebracht, was gegenüber dem Vorjahr (112 Fälle) nahezu konstant blieb.

„Erfreulicherweise ist auch in diesem Jahr ein leicht rückläufiger Trend zu erkennen“, sagt Dirk Vennekold, Landeschef der DAK-Gesundheit Niedersachsen. „Dennoch ist jede Alkoholvergiftung eines jungen Menschen eine zu viel. Wir setzen daher unsere erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ auch 2026 fort.“ Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi ergänzt: „Die rückläufigen Zahlen zeigen, dass wir mit guten, kreativen Präventionsprogrammen die jungen Menschen erreichen. Gleichzeitig birgt Alkoholkonsum hohe gesundheitliche Risiken, und Konsum in der Jugend kann den Konsum im Erwachsenenalter begünstigen. Aufklärung bleibt eine zentrale Aufgabe.“

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