Fresenius Kabi: SGA-Assessmentbogen zur Beurteilung des Ernährungszustands
Instrument zur Mangelernährungsdiagnostik berücksichtigt mehrere klinische Faktoren
Fresenius Kabi stellt einen SGA-Assessmentbogen („Subjective Global Assessment“) zur Verfügung, der zur strukturierten Beurteilung des Ernährungszustandes eingesetzt werden kann. Der Ansatz soll helfen, Mangelernährung differenzierter zu erfassen als über einzelne Parameter wie Körpergewicht oder Body-Mass-Index (BMI) allein.
Das SGA bewertet mehrere klinische Aspekte gleichzeitig. Dazu zählen unter anderem Gewichtsverlauf, Nahrungsaufnahme, gastrointestinale Symptome, funktioneller Status sowie körperliche Untersuchungsbefunde. Ziel ist eine umfassendere Einschätzung des Ernährungsstatus von Patientinnen und Patienten. Neben dem SGA existieren weltweit verschiedene Verfahren zur Ernährungsdiagnostik. Zur Vereinheitlichung der Diagnosestellung wurden international die sogenannten GLIM-Kriterien („Global Leadership Initiative on Malnutrition“) entwickelt. Diese kombinieren phänotypische Merkmale mit ätiologischen Faktoren.
Für die Diagnose einer Mangelernährung muss laut GLIM mindestens ein phänotypisches Kriterium – beispielsweise unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder reduzierte Muskelmasse – sowie ein ätiologischer Faktor wie verminderte Nahrungsaufnahme oder entzündliche Erkrankungen vorliegen.
Die strukturierte Erfassung des Ernährungszustandes gewinnt im Krankenhaus- und Versorgungsalltag zunehmend an Bedeutung. Mangelernährung kann mit verlängerten Liegezeiten, höherem Komplikationsrisiko und ungünstigeren Behandlungsergebnissen verbunden sein. Entsprechend rückt das Ernährungsmanagement auch im Rahmen qualitätsorientierter Versorgungskonzepte stärker in den Fokus.
Assessmentinstrumente wie das SGA können insbesondere in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Versorgungskontexten zur frühzeitigen Identifikation gefährdeter Patientinnen und Patienten beitragen.




