53 Hantavirus-Patienten 2024 in NRW stationär behandelt

IT.NRW meldet schwankende Fallzahlen und seltene Todesfälle durch Hantavirus-Infektionen

In Nordrhein-Westfalen mussten im Jahr 2024 insgesamt 53 Menschen wegen einer Hantavirus-Infektion stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Das teilte Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) mit. Die Statistik zeigt deutliche Schwankungen der Fallzahlen in den vergangenen zwei Jahrzehnten und verweist auf den Zusammenhang zwischen Nagetierpopulationen und Infektionsrisiko.

Die Zahl stationärer Krankenhausbehandlungen aufgrund von Hantavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen lag im Jahr 2024 bei 53 Fällen. Nach Angaben von Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) bewegten sich die jährlichen Fallzahlen seit 2005 zwischen 12 und 210 stationären Behandlungen. Die Statistik verdeutlicht damit die teils erheblichen Schwankungen, die insbesondere von der Entwicklung der Nagetierpopulationen beeinflusst werden.

Der überwiegende Teil der stationären Fälle in Nordrhein-Westfalen entfiel auf das sogenannte hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom. Diese Verlaufsform ist typisch für die in Deutschland vorkommenden Virusvarianten und geht häufig mit Fieber, Nierenschädigungen und einer erhöhten Blutungsneigung einher. Nach Angaben von IT.NRW betraf dieses Krankheitsbild im Jahr 2024 sämtliche stationären Hantavirus-Behandlungen in Nordrhein-Westfalen. Bereits 2023 lag der Anteil bei rund 95 Prozent der Fälle.

Deutlich seltener treten in Deutschland Fälle des Hantavirus-(Herz-)Lungensyndroms auf, das vor allem mit südamerikanischen Virusvarianten in Verbindung gebracht wird. Seit Beginn der statistischen Erfassung blieb die Zahl dieser schweren Verlaufsformen niedrig. Der bislang höchste Wert wurde 2017 mit acht stationären Fällen registriert.

Langfristig betrachtet bleibt die Zahl tödlicher Verläufe in Nordrhein-Westfalen vergleichsweise gering. Seit 2005 wurden insgesamt drei Todesfälle mit einer Hantavirus-Infektion als Todesursache registriert. Dennoch unterstreichen die Zahlen die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnostik und klinischen Überwachung bei schweren Verläufen.

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