Klinikfusionen: Der neue Name wird zum strategischen Faktor

Namensfindung soll Identität, Positionierung und regionale Verankerung zusammenführen

Klinikfusionen verändern nicht nur medizinische und organisatorische Strukturen, sondern stellen Krankenhäuser auch vor die Frage einer gemeinsamen Identität. In einem Beitrag für „das Krankenhaus“ beschreibt Sebastian Fiebig, Geschäftsführer der Nambos GmbH, warum die Namensfindung bei Klinikzusammenschlüssen frühzeitig in den Transformationsprozess eingebunden werden sollte. Als Praxisbeispiel dient die neue gemeinsame Gesundheits-Holding von Klinikum Darmstadt und Agaplesion Elisabethstift.

Mit der zunehmenden Bildung von Klinikverbünden und gemeinsamen Versorgungsstrukturen gewinnt auch die Markenarchitektur an Bedeutung. Nach Darstellung des Autors stehen fusionierenden Häusern grundsätzlich drei Modelle offen: die Entwicklung einer vollständig neuen Marke, die Fortführung der bisherigen Kliniknamen als eigenständige Marken oder eine Dachmarkenstrategie, bei der ein gemeinsamer Verbundname mit etablierten Standortbezeichnungen kombiniert wird.

Entscheidend sei, die Namensfrage nicht isoliert als Kommunikations- oder Marketingaufgabe zu betrachten. Zunächst müsse geklärt werden, wofür der neue Verbund medizinisch und regional stehen soll. Leitbild, medizinische Schwerpunkte, regionale Verankerung und das künftige Leistungsversprechen bilden demnach die Grundlage für die Entwicklung eines geeigneten Namens.