Wolfgang Wick erneut Vorsitzender des Wissenschaftsrats
Heidelberger Neurologe startet vierte Amtszeit an Spitze des wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremiums

Prof. Dr. Wolfgang Wick wurde erneut zum Vorsitzenden des Wissenschaftsrats gewählt und startet damit in seine vierte Amtszeit.
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Professor Dr. Wolfgang Wick ist erneut zum Vorsitzenden des Wissenschaftsrats gewählt worden. Der renommierte Neuroonkologe der Medizinischen Fakultät Heidelberg und Geschäftsführende Direktor der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) hat zum 1. Februar 2026 seine vierte Amtszeit an der Spitze des wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremiums von Bund und Ländern angetreten. Wick gehört dem Wissenschaftsrat seit 2021 an und steht diesem seit 2023 als Vorsitzender vor.
Der Wissenschaftsrat berät Bundesregierung und Landesregierungen bei der strategischen Weiterentwicklung des Hochschul- und Wissenschaftssystems sowie bei Fragen der staatlichen Förderung von Forschungseinrichtungen. In seiner Funktion befasst sich Wick insbesondere mit langfristigen Entwicklungen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Gesellschaft und Politik.
Wissenschaftspolitische Schwerpunkte
Im Fokus der aktuellen Arbeit des Wissenschaftsrats stehen unter anderem die Transformation des Gesundheitssystems von einem überwiegend reparativen hin zu einem präventiv orientierten Ansatz, Fragen der Wissenssicherheit, Empfehlungen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Wissenschaftssystem sowie das Verhältnis von freier Wissenschaft und freiheitlicher Demokratie. Zudem begleitet der Wissenschaftsrat weiterhin zentrale Verfahren der Exzellenzstrategie, insbesondere die Förderlinie Exzellenzuniversitäten, und richtet den Blick verstärkt auf europäische und internationale Kooperationsformate in der Wissenschaft.
Der Wissenschaftsrat
Der Wissenschaftsrat gilt als ältestes wissenschaftspolitisches Beratungsgremium Europas. Sein Aufgabenspektrum reicht von der Erarbeitung von Empfehlungen und Stellungnahmen zum deutschen Wissenschaftssystem über die Evaluation von Forschungseinrichtungen bis hin zu wettbewerblichen Begutachtungen, etwa im Rahmen der Exzellenzstrategie, sowie der Akkreditierung nichtstaatlicher Hochschulen.
Das Gremium besteht aus einer Wissenschaftlichen Kommission und einer Verwaltungskommission, die Bund und Länder gleichberechtigt einbindet. Die 32 Mitglieder der Wissenschaftlichen Kommission werden auf Vorschlag zentraler Wissenschaftsorganisationen – darunter DFG, Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Hochschulrektorenkonferenz – vom Bundespräsidenten berufen.
Zur Person
Prof. Dr. Wolfgang Wick (55) studierte Medizin in Bonn, London und Harvard und habilitierte sich am Universitätsklinikum Tübingen. Seit 2007 ist er an der Universität Heidelberg tätig und leitet dort die Abteilung Neuroonkologie der Neurologischen Klinik sowie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg. Darüber hinaus führt er eine Klinische Kooperationseinheit Neuroonkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und am UKHD.
Seit 2014 ist Wick Geschäftsführender Direktor der Neurologischen Klinik und Sprecher des Zentrums Kopfklinik am UKHD, seit Ende 2022 zudem Prodekan für Struktur und Entwicklung. International wissenschaftlich ausgewiesen ist er unter anderem durch seine wiederholte Aufnahme in die Liste der „Highly Cited Researchers“ von Clarivate Analytics. Im Jahr 2020 wurde er in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen.






