Wiesbadener Kliniken proben Versorgung bei Massenanfall
Großübung „Phoenix“ testet mit rund 400 Beteiligten die Versorgungskette bis in drei Krankenhäuser
Drei Wiesbadener Krankenhäuser haben bei der Katastrophenschutzübung „Phoenix“ die Aufnahme und Versorgung zahlreicher Verletzter unter erschwerten Bedingungen trainiert. Rund 400 Einsatzkräfte und Mitwirkende sowie mehr als 50 Fahrzeuge waren nach Angaben der Landeshauptstadt Wiesbaden am 12. September 2026 an der Großübung beteiligt.
Ausgangspunkt des Szenarios war eine langanhaltende Hitzeperiode, durch die die Krankenhäuser bereits stark belastet waren. Zusätzlich wurde ein Verkehrsunfall mit einem Massenanfall von Verletzten simuliert. Auf dem Gelände der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit entstand dafür ein Behandlungsplatz für bis zu 50 Personen.
In die Übung eingebunden waren die Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken, das St. Josefs-Hospital Wiesbaden und die Asklepios Paulinen Klinik. Dort wurde nach den jeweiligen Krankenhausalarm- und Notfallplänen die gleichzeitige Aufnahme einer größeren Zahl von Verletzten trainiert.
Nach der Ankunft erfolgten eine erneute medizinische Bewertung sowie die Weiterleitung zu Diagnostik und Behandlung. Gleichzeitig wurde erprobt, wie Behandlungskapazitäten zwischen Einsatzleitung, Leitstelle, Transportorganisation und den Krankenhäusern abgestimmt werden können.
Zum Übungsprogramm gehörten zudem die digitale Zuweisung von Patienten, Alarmierungs- und Kommunikationswege sowie die Registrierung von Betroffenen. Rund 50 Verletztendarsteller sorgten für realitätsnahe Bedingungen.
Die Stadt will die gewonnenen Erkenntnisse nun auswerten und für künftige Übungen und Einsatzplanungen nutzen.




