Vivantes Klinikum Spandau erhält Zertifikat für Blutkrebszentrum

Deutsche Krebsgesellschaft bestätigt spezialisierte Versorgung für Patienten im Berliner Nordwesten

Das Vivantes Klinikum Spandau ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Zentrum für Hämatologische Neoplasien zertifiziert worden. Nach Angaben des Klinikums ist es damit das erste und einzige entsprechend ausgezeichnete Zentrum im Berliner Nordwesten und versorgt jährlich mehr als 150 Patienten mit komplexen Erkrankungen des Blutes und des lymphatischen Systems.

Das Zentrum für Hämatologische Neoplasien am Vivantes Klinikum Spandau erfüllt nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft die festgelegten Qualitätsanforderungen für die Behandlung komplexer Krebserkrankungen des blutbildenden und lymphatischen Systems. Das Versorgungsangebot richtet sich insbesondere an Patienten aus den Berliner Bezirken Spandau, Reinickendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf. Für die Zertifizierung prüft die DKG unter anderem die interdisziplinäre Zusammenarbeit, definierte Behandlungsabläufe, die Dokumentation der Versorgung und die regelmäßige Qualitätssicherung. Auch die fachliche Qualifikation des medizinischen Personals ist Bestandteil der Anforderungen. Damit soll sichergestellt werden, dass Patienten mit komplexen hämatologischen Erkrankungen in spezialisierten Strukturen behandelt werden.

PD Dr. Jan Eucker, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Vivantes Klinikum Spandau, sieht in der Zertifizierung eine Anerkennung der Arbeit des gesamten Teams. Menschen mit hämatologischen Erkrankungen benötigten eine spezialisierte, interdisziplinäre und gut abgestimmte Versorgung. Gemeinsam mit den Partnern des Vivantes Tumorzentrums könne den Patienten im Berliner Nordwesten eine Behandlung auf hohem Qualitätsniveau angeboten werden.

Zu den hämatologischen Neoplasien zählen unter anderem akute und chronische Leukämien, Lymphome, das Multiple Myelom und weitere Plasmazellerkrankungen. Darüber hinaus werden Erkrankungen des Knochenmarks wie myelodysplastische und myeloproliferative Erkrankungen behandelt.

Die Versorgung dieser Patientengruppe erfordert häufig eine differenzierte Diagnostik und individuell abgestimmte medikamentöse Therapie. Am Vivantes Klinikum Spandau arbeitet dafür ein multiprofessionelles Team aus Fach- und Oberärzten, Assistenzärzten und Pflegekräften. Ergänzt wird die Versorgung durch Psychoonkologie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung und Sozialdienst. Die fachübergreifende Abstimmung erfolgt unter anderem in regelmäßigen interdisziplinären Tumorkonferenzen des onkologischen Schwerpunktes Nord im Vivantes Tumorzentrum. Dort beraten Experten verschiedener medizinischer Fachrichtungen gemeinsam über die individuelle Behandlung der Patienten. Auch die Beteiligung an klinischen Studien gehört zum Angebot des Zentrums.

Eine besondere Bedeutung hat am Standort zudem die Palliativmedizin. Bereits 1991 wurde am Vivantes Klinikum Spandau nach Angaben des Klinikums die erste Palliativstation Berlins eröffnet. Bis heute begleitet das dortige Team Menschen mit schwersten Krankheitsverläufen und unterstützt sie mit dem Ziel, trotz ihrer Erkrankung eine möglichst hohe Lebensqualität zu erhalten.

Mit der Zertifizierung des Zentrums für Hämatologische Neoplasien erweitert das Vivantes Klinikum Spandau damit seine Position als spezialisierter Versorgungsstandort für onkologische und hämatologische Erkrankungen im Berliner Nordwesten.

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