Uniklinikum Freiburg mit 54,2 Millionen Euro Jahresfehlbetrag
Angespannte Finanzlage hält 2025 an – Klinikum setzt auf Konsolidierungsprogramm bei weiterhin hohem Versorgungsvolumen
Das Universitätsklinikum Freiburg hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von 54,2 Millionen Euro abgeschlossen. Zugleich bezeichnet das Klinikum seine Finanzlage im aktuellen Jahresbericht als weiterhin angespannt. Mit einem Konsolidierungsprogramm soll die wirtschaftliche Stabilität gesichert werden, während das Versorgungsvolumen auf hohem Niveau bleibt.
Im Jahr 2025 versorgte das Universitätsklinikum 90.683 stationäre Patienten und verzeichnete 1.061.892 Ambulanzbesuche. Der Case-Mix lag bei 103.237 Bewertungsrelationen, die durchschnittliche Fallschwere bei einem Case-Mix-Index von 1,306.
Ende des Jahres beschäftigte das Universitätsklinikum 15.731 Mitarbeiter, darunter 4.773 Pflegefachpersonen und 1.966 Ärzte.
Konsolidierungsprogramm soll wirtschaftliche Stabilität sichern
Vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage verfolgt das Universitätsklinikum nach eigenen Angaben ein ambitioniertes Konsolidierungsprogramm. Wirtschaftliche Stabilität sei notwendig, um die medizinische Leistungsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze langfristig zu erhalten.
Parallel führt das Klinikum seine Investitions- und Entwicklungsprojekte fort. Im Herbst 2025 wurde das neue Haus Kußmaul bezogen. Das Bettenhaus verfügt über 70 Plätze, darunter zehn Intermediate-Care-Plätze, und soll Kapazitäten für die weitere bauliche Entwicklung des Klinikums schaffen.
Auch die Forschungsaktivitäten blieben auf hohem Niveau. Im Geschäftsjahr 2025 warb das Universitätsklinikum 112,4 Millionen Euro Drittmittel ein.
Damit steht das UKF vor der Aufgabe, seine umfangreichen Versorgungs-, Forschungs- und Investitionsaktivitäten mit dem laufenden wirtschaftlichen Konsolidierungsbedarf in Einklang zu bringen.




