Uniklinik Saarland und CaritasKlinikum bündeln Lungenkrebsversorgung

Gemeinsames Lungenkrebszentrum startet an den Standorten Homburg und Saarbrücken – Zertifizierung für Frühjahr 2027 geplant

Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) und das CaritasKlinikum Saarbrücken (CKS) bündeln ab sofort ihre Lungenkrebsversorgung in einem gemeinsamen Zentrum. Die Behandlung soll standortübergreifend organisiert werden und hochspezialisierte Leistungen in Homburg mit einer wohnortnahen Weiterbehandlung in Saarbrücken verbinden. Der Zertifizierungsprozess für das gemeinsame Lungenkrebszentrum wurde bereits gestartet und soll im Frühjahr 2027 abgeschlossen werden.

Künftig sollen die Fachdisziplinen beider Häuser bei Diagnostik, Therapieplanung und Behandlung enger zusammenarbeiten. Komplexe Eingriffe können dabei beispielsweise am UKS in Homburg durchgeführt werden, während die weitere Versorgung anschließend wieder am CKS in Saarbrücken erfolgt.

Das UKS verfügt bereits seit 2017 über ein Universitäts-Lungenkrebszentrum. Beide Kliniken sind zudem Teil von durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifizierten Onkologischen Zentren.

Mit der neuen Struktur wollen die Partner ihre Fallzahlen und Expertise stärker bündeln. Gleichzeitig soll der Zugang zu spezialisierten Verfahren und klinischen Studien verbessert werden. Nach Angaben der Kliniken erkranken im Saarland jährlich mehr als 1.000 Menschen neu an Lungenkrebs.