Übernahme der Vitos-Neurologie durch Kreiskrankenhaus Weilburg
Die monatelangen Verhandlungen zwischen dem Klinikverbund Vitos und dem Kreis Limburg-Weilburg über die Übernahme der Neurologischen Klinik Weilmünster sind abgeschlossen: Die Einigung ist erzielt, der formale Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt politischer und behördlicher Zustimmung.
Vitos wird dem Kreis einen negativen Kaufpreis von 6,9 Millionen Euro zahlen, um die erwarteten Anfangsverluste der defizitären Kreisklinik Weilburg abzufedern, berichtet die Hessenschau. Damit bleibt das Klinikum in öffentlicher Hand, 450 Arbeitsplätze sind gesichert, und ein mögliches Szenario mit einem privaten Investor – etwa Asklepios, der laut Medienberichten keine Jobgarantie geben wollte – ist vom Tisch.
Wesentliche Eckpunkte der Übernahme:
- Gesamter Geschäftsbetrieb der neurologischen Klinik wird an das KKH Weilburg übertragen.
- Alle Mitarbeitenden und zugeordnete Leistungsbereiche (sekundär/tertiär) wechseln zum KKH.
- Übergabe aller materiellen und immateriellen Wirtschaftsgüter der Neurologie.
- Gebäudenutzung in Weilmünster bleibt mietfrei für bis zu sechs Jahre; Betriebskosten und Instandhaltung übernimmt das KKH ab Übertragungszeitpunkt.
- Negativer Kaufpreis in Höhe von 6,9 Mio. Euro, inklusive 500.000 Euro Fördermittel.
- Ab Übernahme des Versorgungsauftrags: jährlich ca. 1,6 Mio. Euro Investitionsmittel durch das Land Hessen.
Die neurologische Versorgung soll mittelfristig an einen neuen Klinikstandort in Weilburg verlagert werden. Der geplante Neubau ist mit 240 Millionen Euro veranschlagt, das Land Hessen hat bereits eine Förderzusage über 50 Millionen Euro signalisiert. Weitere Mittel sollen aus den Strukturfonds des Bundes akquiriert werden.




