TÜV bestätigt Qualitätsmanagement der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg
ISO-Zertifizierung hebt Digitalisierung, Krankenhausreform-Vorbereitung und Ausbau medizinischer Angebote hervor
Die Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg haben erneut die Zertifizierung nach der Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001:2015 erhalten. Nach einer mehrtägigen Vor-Ort-Prüfung durch den TÜV Rheinland im März 2026 wurden den Kliniken verlässliche Qualitätsstrukturen, Fortschritte bei der Digitalisierung sowie die strategische Weiterentwicklung medizinischer Leistungen bescheinigt. Die Zertifizierung umfasst mehrere Standorte des Klinikverbundes und bestätigt den eingeschlagenen Modernisierungskurs.
Der TÜV Rheinland hat den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg nach der Prüfung vom 4. bis 6. März 2026 die erfolgreiche Rezertifizierung nach ISO 9001:2015 bestätigt. Die international anerkannte Norm definiert Anforderungen an ein systematisches Qualitätsmanagement und dient der kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen in Organisationen und Gesundheitseinrichtungen.
Nach Angaben der Kreiskliniken wurden im Prüfbericht insgesamt 28 positive Feststellungen hervorgehoben. Dabei standen insbesondere die Weiterentwicklung von Qualitätsstrukturen, die Patienteninformation, die Digitalisierung klinischer Abläufe sowie der Ausbau medizinischer Leistungsangebote im Fokus.
Krankenhausreform prägt Prozessanpassungen
Besonders positiv bewerteten die Auditoren zahlreiche Prozessanpassungen, mit denen die Kreiskliniken ihre Strukturen auf die künftigen Anforderungen der Krankenhausreform ausrichten. Ziel sei es, die wohnortnahe Versorgung im Landkreis Darmstadt-Dieburg langfristig zu sichern und vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen.
Pelin Meyer, Betriebsleiterin der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, bezeichnete die erneute Zertifizierung als wichtiges Signal für Patientinnen und Patienten. Sie zeige, dass die Einrichtungen mit klaren Abläufen, überprüfbaren Standards und einem hohen Qualitätsanspruch arbeiteten.
Digitalisierung als zentraler Entwicklungsschwerpunkt
Ein weiterer Schwerpunkt der Prüfung war die Digitalisierung klinischer Prozesse. Hervorgehoben wurde insbesondere die Einführung des Krankenhausinformationssystems NEXUS NG. Das System unterstützt zentrale Abläufe im Klinikbetrieb und ermöglicht die datensichere Führung elektronischer Patientenakten.
Darüber hinaus wurden digitale Angebote zur Patientenkommunikation positiv bewertet. Hierzu zählt unter anderem das Patientenportal Emento, das Patientinnen und Patienten vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt begleitet. Nach Angaben der Kreiskliniken fungiert das Haus zudem als Referenzklinik für NEXUS und beteiligt sich damit aktiv an der Weiterentwicklung digitaler Krankenhausprozesse.
Ausbau medizinischer Leistungen
Neben organisatorischen und digitalen Themen würdigte der TÜV auch die Weiterentwicklung des medizinischen Leistungsangebots. Genannt wird insbesondere der Ausbau der Kardiologie durch ein zusätzliches Herzkatheterlabor. Dadurch sollen künftig mehr Patientinnen und Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeitnah diagnostiziert und behandelt werden können.
Darüber hinaus verweisen die Kreiskliniken auf mehrere spezialisierte Zertifizierungen, darunter als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung, als Chest Pain Unit für die Versorgung von Herzpatientinnen und Herzpatienten sowie als Mitglied im regionalen Traumanetzwerk und als Alterstraumazentrum.




