St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter schließt zum 30. September
Investorenprozess nach Insolvenz ohne bindendes Angebot – rund 250 Beschäftigte betroffen, Notfallversorgung bereits eingestellt
Das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter stellt seinen Betrieb zum 30. September 2026 vollständig ein. Nach dem Insolvenzantrag im Februar und der Eröffnung des Eigenverwaltungsverfahrens im Mai konnte kein Investor für eine Fortführung des Klinikstandorts gewonnen werden. Von der Schließung sind rund 250 Beschäftigte betroffen.
Das Krankenhaus nimmt ab sofort keine neuen Patienten mehr auf und beteiligt sich nicht mehr an der Notfallversorgung. Noch stationär behandelte Patienten sollen bis zum 30. September entlassen oder in Abstimmung mit den regionalen Gesundheitsdiensten in andere Kliniken verlegt werden.
Investorenprozess endet ohne Übernahmeangebot
Das St. Elisabeth-Krankenhaus hatte am 26. Februar 2026 Insolvenzantrag gestellt. Am 1. Mai wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Im anschließenden Investorenprozess wurden nach Angaben des Krankenhauses zahlreiche Gespräche geführt und verschiedene Krankenhausbetreiber angesprochen.
Obwohl es grundsätzliche Interessenbekundungen gegeben habe, sei letztlich kein bindendes Angebot abgegeben worden. Damit sei keine wirtschaftlich tragfähige Perspektive für die Fortführung des Klinikbetriebs zustande gekommen.
Als Gründe nennt das Krankenhaus unter anderem steigende Betriebskosten, einen erheblichen Investitionsbedarf sowie Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Leistungsplanung. Auch die gesetzlichen und planerischen Rahmenbedingungen der Krankenhausreform hätten den Investorenprozess nach Einschätzung der Verantwortlichen erschwert.
Rund 250 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz
Die rund 250 Beschäftigten wurden am 28. September in einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung über die Betriebseinstellung informiert.
Geschäftsführer Sebastian Margaschewski erklärte, unter den derzeitigen Branchenbedingungen sei eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Standorts nicht mehr möglich gewesen. Auch Generalhandlungsbevollmächtigter Christoph Enkler von Brinkmann und Partner verwies auf den erfolglosen Investorenprozess.
Mit der vollständigen Betriebseinstellung endet die stationäre Versorgung am St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter nach dem gescheiterten Sanierungs- und Investorenverfahren.




