Schleswig-Holstein investiert rund 30 Millionen Euro in Neubau der Forensischen Psychiatrie in Schleswig
Neubau schafft 60 moderne Therapieplätze – Land übergibt Fördermittelbescheid
Das Land Schleswig-Holstein hat einen Fördermittelbescheid über 29,6 Millionen Euro für den Neubau der Klinik für Forensische Psychiatrie in Schleswig übergeben. Am Standort in der St.-Jürgener-Straße 5a entsteht ein neuer Gebäudekomplex mit insgesamt 60 Therapieplätzen, der das seit 1989 genutzte Gebäude „Haus 14“ ersetzen wird.
Die Modernisierung ist Teil einer landesweiten Strategie, die forensische Versorgung im Maßregelvollzug auszubauen und den steigenden Bedarfen gerecht zu werden.
Land setzt auf Ausbau des Maßregelvollzugs
Bei der Übergabe des Förderbescheids betonte Kerstin von der Decken, Ministerin für Justiz und Gesundheit:
„Der Neubau ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu mehr Therapieplätzen im Maßregelvollzug in Schleswig-Holstein. Wir tragen damit dazu bei, den steigenden Bedarfen im Maßregelvollzug gerecht zu werden. Zugleich verbessern wir die Voraussetzungen, damit die Therapien gut verlaufen und Patientinnen und Patienten erfolgreich auf ein straffreies Leben vorbereitet werden können. Mit dem Neubau wird außerdem die Attraktivität der Forensik als Arbeitsort für die engagierten Mitarbeitenden gesteigert.“
Die Entscheidung zum Neubau stützt sich auf eine aktuelle Machbarkeitsstudie des Landes, wonach eine umfassende Sanierung des alten Komplexes nicht mehr wirtschaftlich oder funktional sinnvoll wäre.
Kooperation mit dem Helios Klinikum Schleswig
Die Planung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Helios Klinikum Schleswig, das den forensischen Bereich betreibt.
Klinikgeschäftsführerin Cornelia Herold erklärte: „Mit diesem Neubau schaffen wir nicht nur moderne Strukturen, wir ermöglichen unseren Patientinnen und Patienten einen therapeutischen Rahmen, der heutigen fachlichen Standards gerecht wird. Wir freuen uns sehr über diese Investition und die vertrauensvolle Zusammenarbeit im gesamten Projekt.“
Der neue Komplex wird unmittelbar hinter dem bisherigen Gebäude errichtet. Auch die angrenzende Sporthalle wird vollständig neu gebaut, um zeitgemäße räumliche Voraussetzungen zu schaffen.
Regionalgeschäftsführer Johannes Rasche ordnete das Projekt ein: „Der Neubau ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung der forensischen Versorgung in Schleswig.“
Bereits im Dezember 2023 wurden Mittel für den ersten Bauabschnitt bewilligt. Insgesamt steigen die bisher vergebenen Fördermittel des Landes damit auf rund 42 Millionen Euro.
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