Bürgermeister warnt vor Klinik-Aus in Remagen
Bürgermeister Björn Ingendahl hat mit deutlichen Worten auf die drohende Schließung des Krankenhauses Maria Stern in Remagen reagiert. In einem am 13. November 2025 veröffentlichten Statement beschreibt er die Situation als „großen Schrecken“ und einen „schweren Schlag für unsere Stadt und die gesamte Region“. Das Krankenhaus sei über Jahrzehnte eine unverzichtbare Säule der lokalen Gesundheitsversorgung gewesen – ein Ort, der tausenden Bürgerinnen und Bürgern medizinische Betreuung ermöglicht und zugleich zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen habe.
Die jüngste Entwicklung trifft die Stadt besonders hart, da noch wenige Wochen zuvor Hoffnung bestand. Eine avisierte Übernahme durch einen neuen Träger zum 1. November sollte den Weiterbetrieb sichern. „Umso größer ist nun die Enttäuschung darüber, dass diese Hoffnung – meine eigene und die tausender Menschen in der Region – jäh enttäuscht wurde“, betonte Ingendahl. Der Standort stehe nun offenbar endgültig vor dem Aus.
Ingendahl äußerte scharfe Kritik an der Bundes-Krankenhausreform, die aus seiner Sicht gezielt kleine, wohnortnahe Kliniken schwäche. Er kritisiert ausdrücklich, dass politische Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene „willentlich in Kauf nehmen“, dass Einrichtungen wie Maria Stern ihre Zukunft verlieren. Die Reform opfere regionale Versorgungsstrukturen, anstatt sie zu stärken, so der Bürgermeister.
Gleichzeitig kündigt Ingendahl an, sich weiterhin vehement für den Erhalt des Krankenhauses einzusetzen: „Ich werde bis zur letzten Minute nicht nachlassen, bei allen Verantwortlichen und Beteiligten für den Fortbestand unseres Krankenhauses einzutreten. Ich kämpfe für Maria Stern und für die medizinische Versorgung in Remagen.“
Die Lage bleibt damit angespannt: Das traditionsreiche Haus steht vor dem möglichen Aus, während Stadt und Region um die Sicherstellung einer flächendeckenden, wohnortnahen Gesundheitsversorgung bangen.






