Professor Hanns-Peter Knaebel übernimmt Vorstand Medizin im Klinikverbund Heidelberg-Mannheim
Medizinische Strategie im neuen Verbund der Universitätsklinika soll zentral gesteuert werden

Professor Dr. Hanns-Peter Knaebel übernimmt Vorstand Medizin im Verbund der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Der Aufsichtsrat des Universitätsklinikum Heidelberg hat Professor Dr. Hanns-Peter Knaebel mit Wirkung zum 1. Juni 2026 zusätzlich zum Vorstand Medizin des Verbunds der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim bestellt. Knaebel ist bereits seit dem 1. Januar 2026 Vorstandsvorsitzender des neu gegründeten Klinikverbunds.
Mit der zusätzlichen Übernahme des Medizinressorts soll die medizinische Strategieentwicklung des Verbunds zentral gesteuert und die laufende Transformationsphase übergreifend koordiniert werden.
Seit Jahresbeginn 2026 arbeiten das Universitätsklinikum Heidelberg und das Universitätsklinikum Mannheim im Rahmen eines gemeinsamen Verbunds zusammen. Die aktuelle Phase ist nach Angaben der Beteiligten insbesondere vom organisatorischen und medizinischen Zusammenwachsen beider Standorte geprägt.
Der bisherige Medizinvorstand Professor Dr. Dr. Jürgen Debus hatte die Position in der Anfangsphase des Verbunds verantwortet. Künftig soll Knaebel die medizinische Strategieentwicklung sowie die weitere Verzahnung der beiden Universitätskliniken koordinieren. Unterstützt wird er dabei weiterhin von Professor Dr. Markus Weigand für den Campus Heidelberg und Professor Dr. Maurice Michel für den Campus Mannheim als stellvertretende medizinische Verantwortliche.
Nach Angaben des Verbunds sollen sich die medizinischen Fachabteilungen künftig komplementär spezialisieren. Ziel sei es, diagnostische und therapeutische Angebote auszubauen und gleichzeitig die Versorgungsqualität weiter zu verbessern. Von den geschärften medizinischen Profilen sollen neben der Patientenversorgung auch Forschung und Lehre profitieren. Der Verbund verfolgt das Ziel, eine international sichtbare Einrichtung der Spitzenmedizin zu etablieren. Knaebel betonte in diesem Zusammenhang die Aufbruchsstimmung innerhalb der beiden Häuser sowie die Bedeutung einer gemeinsamen medizinischen Strategie für die zukünftige Entwicklung des Verbunds.
Einer der größten Universitätsklinikverbünde Europas
Mit dem Zusammenschluss entsteht nach Angaben der Kliniken einer der größten Universitätsklinikverbünde Europas. Insgesamt umfasst der Verbund rund 90 spezialisierte Fachkliniken mit etwa 4.000 Betten. Jährlich werden mehr als 130.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie rund 1,5 Millionen ambulant versorgt. Mit über 20.000 Beschäftigten zählt der Verbund zudem zu den größten Arbeitgebern der Region.
Wissenschaftlich ist der Verbund über den Innovationscampus Health + Life Science Alliance Heidelberg Mannheim eng mit hochkarätigen Institutionen wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) verflochten, was den Anspruch auf internationale Spitzenmedizin unterstreicht.




