Praxisklinik Travemünde soll stationäre Versorgung verlieren

Leistungsgruppen nach bisheriger Prüfung nicht erfüllt – Standort könnte bis Ende 2027 zum ambulanten OP-Zentrum oder MVZ umgebaut werden

Die Praxisklinik Travemünde der Sana Kliniken steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Nach den bisherigen Erkenntnissen des schleswig-holsteinischen Gesundheitsministeriums erfüllt der Standort die Voraussetzungen für die vorgesehenen Leistungsgruppen nicht. Die stationären Leistungen sollen deshalb perspektivisch an anderen Krankenhausstandorten konzentriert werden. Das berichtet HL-live.de von der Regionalkonferenz zur Krankenhausreform in Lübeck.

Nach den Planungen könnte die Praxisklinik gemeinsam mit den dort tätigen niedergelassenen Praxen und der Kassenärztlichen Vereinigung zu einem ambulanten OP-Zentrum oder Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) weiterentwickelt werden.

Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen. Sana kann im Anhörungsverfahren nachweisen, dass die bislang als fehlend bewerteten Voraussetzungen doch erfüllt werden. Sollte dies nicht gelingen, will das Land für die Neuausrichtung einen längeren Übergangszeitraum einräumen. Die Veränderungen sollen dann nicht bereits zum 1. Januar 2027 greifen, sondern strukturiert bis zum 31. Dezember 2027 umgesetzt werden.