Pflege-Ausbildung bei Vivantes stark nachgefragt: 2.600 Bewerbungen auf 125 Plätze
Kommunaler Klinikkonzern verzeichnet Rekordinteresse an Pflegeausbildung und setzt auf langfristige Personalstrategie
Der Berliner Klinikverbund Vivantes Netzwerk für Gesundheit verzeichnet einen deutlichen Nachfrageanstieg in der Pflegeausbildung. Zum Ausbildungsstart am 1. April 2026 wurden die 125 verfügbaren Ausbildungsplätze zur Pflegefachkraft aus mehr als 2.600 Bewerbungen besetzt. Nach Angaben des Unternehmens stellt dies einen neuen Rekordwert dar und unterstreicht die hohe Attraktivität der Ausbildung im kommunalen Krankenhaussektor.
Die praktische Ausbildung erfolgt in den Kliniken des Vivantes-Netzwerks in Berlin, während der theoretische Unterricht am Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe stattfindet. Mit rund 1.300 Auszubildenden insgesamt zählt Vivantes zu den größten Ausbildungsbetrieben im Gesundheitswesen in Deutschland und gilt zugleich als einer der zentralen Nachwuchsausbilder für die Pflege in der Hauptstadtregion.
Nach Unternehmensangaben profitieren die Bewerberinnen und Bewerber von einer strukturierten Ausbildung mit klar definierten Rahmenbedingungen sowie einer im Branchenvergleich überdurchschnittlichen Vergütung. Die Ausbildungsvergütung steigt demnach von rund 1.415 Euro im ersten Ausbildungsjahr auf etwa 1.578 Euro im dritten Jahr. Zusätzlich wird nach erfolgreichem Abschluss ein Übernahmeangebot ausgesprochen, mit Einstiegsgehältern von mindestens 3.400 Euro brutto monatlich ohne Zulagen.
Aus Sicht des Krankenhausmanagements zeigt die Entwicklung, dass gezielte Ausbildungsstrategien ein wesentlicher Faktor zur Sicherung des Pflegepersonals sind. Gerade kommunale Kliniken stehen angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels unter zunehmendem Druck, langfristige Personalentwicklungskonzepte umzusetzen. Die hohe Bewerberzahl deutet darauf hin, dass Ausbildung, Vergütung und Arbeitgeberattraktivität dabei entscheidende Einflussgrößen sind.
Vivantes führt jährlich zwei Ausbildungsstarts durch, jeweils im April und Oktober. Das Unternehmen sieht sich nach eigenen Angaben als zentraler Ausbildungsakteur im Gesundheitswesen der Region und verweist auf die Bedeutung qualifizierter Pflegekräfte für die Versorgungssicherheit in den Berliner Krankenhäusern.
Die aktuelle Bewerberlage wird im Unternehmen als Bestätigung der bisherigen Ausbildungsstrategie gewertet und zugleich als Grundlage für die langfristige Sicherung des Pflegepersonals im kommunalen Klinikverbund gesehen.






