Strategische Neuausrichtung: Paracelsus Kliniken berufen Dr. Philipp-Alexander Brand zum ersten CMO
Neue Führungsebene für die Akutmedizin: Standardisierung und Qualität im Fokus der Transformationsstrategie

Dr. med. Philipp-Alexander Brand, Chief Medical Officer (CMO) der Paracelsus Kliniken
Foto: Paracelsus Kliniken
Die Paracelsus Kliniken Deutschland Gruppe geht den nächsten konsequenten Schritt ihrer Neuausrichtung. Wie das Unternehmen am 26. Januar 2026 in Osnabrück bekannt gab, wurde die Position des Chief Medical Officer (CMO) neu geschaffen und mit Dr. Philipp-Alexander Brand besetzt. In dieser zentralen Rolle übernimmt der erfahrene Mediziner die strategische Gesamtverantwortung für die medizinische Versorgung aller Akutkliniken des Verbunds. Die Berufung folgt unmittelbar auf den Einstieg des Managements um CEO Phillip Fröschle und COO Timon Gripp als Miteigentümer der Klinikgruppe zu Beginn des Jahres.
Die Etablierung der CMO-Position markiert eine neue Phase in der Transformationsstrategie von Paracelsus. Ziel ist es, die medizinische Expertise direkt in die oberste strategische Entscheidungsebene zu integrieren. Dr. Brand, der zuvor als Chefarzt für Anästhesiologie an der Paracelsus Klinik Henstedt-Ulzburg tätig war, soll künftig medizinische Standards standortübergreifend vereinheitlichen und Prozesse harmonisieren. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der messbaren Steigerung der Behandlungsqualität sowie der engeren Verzahnung von klinischen Abläufen mit betriebswirtschaftlichen Erfordernissen.
Neben seiner klinischen Fachkompetenz bringt Dr. Brand einen Master of Hospital Management in die neue Aufgabe ein. Diese Kombination aus medizinischem Fachwissen und Management-Know-how soll als Brücke zwischen der Konzernzentrale und den Teams vor Ort fungieren. Dr. Brand versteht sich dabei ausdrücklich auch als Anlaufstelle für die medizinischen Mitarbeitenden, um klinische Innovationen und digital unterstützte Versorgungsprozesse schneller in die tägliche Praxis zu überführen. Damit soll der Markenkern des Unternehmens – „Versteht zu verbessern“ – durch strukturierte Verantwortlichkeiten und eine gelebte Qualitätskultur im medizinischen Alltag weiter gestärkt werden.
Aus der Perspektive des Klinikmanagements ist die Schaffung einer CMO-Position bei Paracelsus eine wegweisende Antwort auf die aktuellen regulatorischen Herausforderungen. In Zeiten, in denen die Krankenhausreform eine strikte Orientierung an Leistungsgruppen und Qualitätsindikatoren fordert, reicht eine rein kaufmännische Steuerung nicht mehr aus.
Die Berufung eines CMO mit Hintergrund in der Anästhesie und Intensivmedizin ist strategisch besonders wertvoll, da diese Fachdisziplinen wie kaum andere als Querschnittsfächer alle operativen und konservativen Bereiche eines Krankenhauses vernetzen. Dr. Brands Aufgabe wird es sein, durch Standardisierung der klinischen Pfade („Clinical Pathways“) nicht nur die Patientensicherheit zu erhöhen, sondern auch die Effizienz zu steigern – ein entscheidender Faktor für das Medizincontrolling, um Erlössicherheit in einem zunehmend qualitätsorientierten Vergütungssystem zu gewährleisten. Die Management-Beteiligung der operativen Führung unterstreicht zudem den Willen zu einer langfristigen, wertorientierten Entwicklung des Verbunds, die medizinische Exzellenz als ökonomischen Erfolgsfaktor begreift.






