Osthessische Kliniken erwarten Millionenverluste durch Reformen

Klinikum Hersfeld-Rotenburg rechnet mit hohem einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbetrag – Kreiskrankenhaus erwartet bis zu 2,5 Millionen Euro weniger pro Jahr

Die Krankenhäuser im Kreis Hersfeld-Rotenburg rechnen mit erheblichen finanziellen Belastungen durch die aktuellen gesundheitspolitischen Reformen des Bundes. Wie die HNA berichtet, erwartet das Klinikum Hersfeld-Rotenburg für den Gesamtkonzern einen Mittelentzug im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Das Evangelische Kreiskrankenhaus Rotenburg kalkuliert mit jährlichen Einbußen von 2 bis 2,5 Millionen Euro.

Die Zahlen gehen aus einer Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Kreistag hervor. Landrat Torsten Warnecke, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums, berief sich dabei auf Berechnungen der beiden Krankenhäuser.

Als wesentliche Belastung sehen die Kliniken insbesondere die geplante Begrenzung von Vergütungs- und Preisanstiegen im Gesundheitswesen. Gleichzeitig müssen die Häuser ihre Strukturen an die Krankenhausreform und die damit verbundenen Anforderungen an Spezialisierung und Leistungsgruppen anpassen.

Für die kommunalen Träger könnte dies zusätzlichen Finanzierungsbedarf bedeuten. Bereits im Juni hatten mehrere Klinikgeschäftsführer aus Osthessen vor erheblichen Auswirkungen des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes auf die Krankenhäuser gewarnt.