Ostalb-Kliniken warnen vor zusätzlichen Millionenverlusten durch GKV-Spargesetz
Landkreis sieht Krankenhauskonzept durch geplante Kürzungen des Bundes gefährdet
Die geplante Beitragssatzstabilisierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sorgt auch im Ostalbkreis für massive Kritik. Nach Einschätzung des Landkreises könnte das vom Bundeskabinett beschlossene GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz die finanzielle Lage der Ostalb-Kliniken weiter erheblich verschärfen.
Landrat Dr. Joachim Bläse warnte im Kreistag vor zusätzlichen jährlichen Verlusten in Höhe von sechs bis neun Millionen Euro, berichtet die Schwäbische Post. Sollte das Gesetz in der vorgesehenen Form umgesetzt werden, drohten den Kliniken erhebliche Einnahmeausfälle bei gleichzeitig steigenden Personal- und Sachkosten. Die wirtschaftliche Belastung werde nach Einschätzung des Landrats in den kommenden Jahren weiter zunehmen.
Trotz eines im September 2024 beschlossenen Sanierungskonzepts zur Reduzierung des jährlichen Defizits von 65 Millionen Euro sieht der Ostalbkreis die wirtschaftliche Stabilisierung seiner Kliniken durch geplante Einsparmaßnahmen des Bundes gefährdet. Landrat Bläse kritisiert dabei insbesondere die Diskrepanz zwischen finanziellen Kürzungen und gleichzeitig steigenden Leistungsanforderungen.




