Nordsaarlandklinik vorerst gescheitert: Streit um sektorenübergreifende Versorgung im Hochwald
KV Saarland lehnt Absichtserklärung für Modellprojekt ab
Die geplante Nordsaarlandklinik als neues Modell für eine wohnortnahe und sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung im Hochwald steht vor dem Aus. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland (KV Saarland) hat entschieden, eine bereits ausgehandelte Absichtserklärung für das Projekt nicht zu unterzeichnen. Die Entscheidung löst politische Kritik aus und wirft erneut Fragen zur zukünftigen medizinischen Versorgung ländlicher Regionen auf, berichtet Homburg1.
Das geplante Versorgungsmodell sollte ambulante und stationäre Strukturen enger miteinander verbinden und damit eine Antwort auf zentrale Herausforderungen im ländlichen Raum geben. Dazu zählen insbesondere der zunehmende Ärztemangel, unbesetzte Hausarztsitze, fehlende Facharztkapazitäten sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels.
Die Saar-Grünen bewerten die Entscheidung der KV Saarland als deutlichen Rückschlag für die Region. Landesvorsitzender Volker Morbe betonte, dass es bei der Nordsaarlandklinik nicht allein um ein Bauprojekt gehe, sondern um die grundsätzliche Frage, wie eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung außerhalb großer Zentren organisiert werden könne.




