Neuausrichtung nach Fehldiagnosen: Pathologie des Klinikums Bremen-Mitte wird Außenstelle
Die Gesundheit Nord (Geno) zieht Konsequenzen aus dem Skandal um fehlerhafte Brustkrebsbefunde im vergangenen Jahr.
Nach den fehlerhaften Brustkrebsbefunden am Klinikum Bremen-Mitte plant die Gesundheit Nord (Geno) eine grundlegende Neuorganisation ihrer Pathologie. Wie das Regionalmagazin buten un binnen berichtet, soll die Einrichtung ab Juli 2026 vorübergehend als Außenstelle eines anderen Instituts geführt werden. Hintergrund sind Qualitätsprobleme, durch die im vergangenen Jahr 34 Frauen falsch therapiert worden waren.
Nach Angaben von buten un binnen soll es sich bei dem Partnerinstitut um die Pathologie Göttingen handeln. Die Kooperation ist zunächst auf zwei bis drei Jahre angelegt. Ziel sei es, den laufenden Betrieb der Pathologie am Klinikum Bremen-Mitte zu stabilisieren und zugleich verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen. Ein Team von Fachkräften soll weiterhin vor Ort in Bremen tätig bleiben. Perspektivisch plant die Gesundheit Nord offenbar, organisatorische und fachliche Strukturen des Partnerinstituts zu übernehmen, um die Bremer Pathologie langfristig wieder eigenständig aufzustellen.




