Müritz-Klinikum: Beschäftigte treten in unbefristeten Streik
Mehr als 85 Prozent der ver.di-Mitglieder stimmen für Arbeitskampf – Gewerkschaft wirft Klinikleitung Ablehnung von Tarifverhandlungen vor
Der Tarifkonflikt am Müritz-Klinikum eskaliert. Seit Freitag befinden sich nichtärztliche Beschäftigte, darunter Pflegekräfte und Therapeuten, in einem unbefristeten Streik. Nach einem Bericht des Nordkurier hatten zuvor mehr als 85 Prozent der ver.di-Mitglieder für den Arbeitskampf gestimmt. Die Notfallversorgung soll weiterhin gewährleistet sein.
Dem unbefristeten Streik waren zwischen April und August insgesamt 13 Warnstreiktage vorausgegangen. Nach Darstellung von ver.di lehnt die Geschäftsführung weiterhin Tarifverhandlungen ab. Auch Vermittlungsversuche unter Beteiligung der Bürgermeister von Waren und Röbel hätten bislang keine Einigung gebracht.
Die Klinikleitung biete stattdessen eine Betriebsvereinbarung an, berichtet der Nordkurier unter Berufung auf die Gewerkschaft. Diese bleibe nach Einschätzung von ver.di jedoch hinter den Konditionen für das ärztliche Personal zurück.
Nach Angaben von ver.di handelt es sich um den ersten unbefristeten Streik an einem Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern. Am Freitag fand der Arbeitskampf zunächst klinikintern statt. Über weitere öffentliche Streikaktionen soll noch entschieden werden.




