Marienhospital Stuttgart schließt Schmerzambulanz
Ambulantes Angebot endet Ende August – Klinik verweist auf wirtschaftliche Gründe
Wie der SWR berichtet, stellt das Marienhospital Stuttgart den Betrieb seiner Schmerzambulanz zum 31. August 2026 ein. Auch die stationäre interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie wird eingestellt. Nach Angaben der Klinik ist die Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen getroffen worden und stehe nicht unmittelbar mit dem laufenden Insolvenzverfahren in Zusammenhang.
Geschäftsführer Jan Schlenker erklärte gegenüber dem SWR, dass die Schmerzambulanz aufgrund der geringen Patientenzahlen nicht kostendeckend betrieben werden könne. Die Schließung sei bereits von der früheren Geschäftsführung geplant gewesen und werde nun umgesetzt. Im Zuge des Insolvenzverfahrens gebe es keine Gründe mehr, den Betrieb fortzuführen.
Betroffene Patientinnen und Patienten werden bis Ende August weiter versorgt. Neue ambulante Schmerzpatienten nimmt das Marienhospital bereits nicht mehr auf. Künftig verweist die Klinik auf andere ambulante Schmerztherapie-Angebote in Stuttgart und der Region, weist jedoch darauf hin, dass dort teilweise mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist.
Nach Angaben der Klinik sind von der Schließung lediglich wenige Beschäftigte betroffen. Weniger als eine Vollzeitstelle soll entfallen, die übrigen Mitarbeitenden werden in andere Bereiche übernommen. Die stationäre Schmerzbehandlung im Rahmen anderer Krankenhausaufenthalte, etwa nach Operationen, bleibt weiterhin Bestandteil des Leistungsangebots.




