Marienhospital Stuttgart führt erstmals HIPEC-Behandlungen erfolgreich durch
Neue Therapieoption für Patientinnen und Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Bauchraums etabliert

HIPEC Anwendung im OP
Foto: Marienhospital Stuttgart
Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Marienhospital Stuttgart hat Anfang Mai 2026 erstmals erfolgreich Behandlungen mit der Hyperthermen Intraperitonealen Chemotherapie (HIPEC) durchgeführt. Nach Angaben des Krankenhauses wurden bislang drei Patientinnen und Patienten mit dem spezialisierten Verfahren behandelt und konnten die Klinik bereits wieder verlassen. Die Einführung des Programms erweitert das onkologische Behandlungsspektrum des Hauses und stärkt die interdisziplinäre Krebsversorgung (Quelle: Marienhospital Stuttgart, Mai 2026).
Das Marienhospital Stuttgart hat einen weiteren Schritt beim Ausbau seiner spezialisierten Krebsmedizin vollzogen. Erstmals wurde an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie die Hypertherme Intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) erfolgreich eingesetzt. Die ersten beiden Eingriffe fanden am 4. Mai 2026 statt, ein weiterer Patient wurde am 21. Mai 2026 mit dem Verfahren behandelt.
Die HIPEC kommt bei ausgewählten bösartigen Erkrankungen des Bauchraums zum Einsatz und gilt als hochspezialisierte Therapieform der onkologischen Chirurgie. Das Verfahren kombiniert eine umfangreiche zytoreduktive Operation mit einer anschließenden Spülung der Bauchhöhle durch erwärmte Chemotherapeutika. Ziel ist es, verbliebene Tumorzellen direkt im Bauchraum zu bekämpfen und die Wirksamkeit der Behandlung zu verbessern.
Nach Angaben des Marienhospitals haben alle drei bislang behandelten Patientinnen und Patienten die komplexe Kombination aus Operation und Chemotherapie gut überstanden. Die Betroffenen konnten bereits wieder aus der stationären Behandlung entlassen werden.
Die Einführung des HIPEC-Programms stellt für das Marienhospital eine bedeutende Erweiterung seines onkologischen Leistungsangebots dar. Solche Eingriffe erfordern nicht nur eine hohe chirurgische Expertise, sondern auch eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Entsprechend wurde das Verfahren innerhalb des Onkologischen Zentrums des Krankenhauses interdisziplinär umgesetzt.
Aus Sicht des Klinikums unterstreicht die erfolgreiche Einführung des Programms die Spezialisierung der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie auf komplexe onkologische Eingriffe. Gleichzeitig verdeutlicht das Projekt die zunehmende Bedeutung integrierter Versorgungsstrukturen in der Krebsmedizin, bei denen operative und nicht-operative Fachbereiche eng zusammenarbeiten.




