Marien-Hospital Wesel kämpft um drei Leistungsgruppen

Verwaltungsgericht Düsseldorf verhandelt über Leukämien und Lymphome, Knie-Wechselprothetik und Eierstockkrebs

Das Marien-Hospital Wesel kämpft vor Gericht um drei Leistungsgruppen der nordrhein-westfälischen Krankenhausplanung. Wie Radio K.W. berichtet, verhandelt das Verwaltungsgericht Düsseldorf am 10. September über Leistungen bei Leukämien und Lymphomen, die Wechselprothetik am Knie sowie die Behandlung von Eierstockkrebs. Das Land hatte dem Krankenhaus diese Leistungen im Rahmen der Krankenhausplanung nicht zugewiesen.

Für zwei der Leistungsgruppen hatte das Marien-Hospital bereits im November 2025 einen Teilerfolg erzielt. Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen entschied im Eilverfahren, dass die Leistungsgruppen Leukämien und Lymphome sowie Knie-Wechselprothetik vorläufig wieder angeboten werden dürfen.

Seitdem erbringt das Krankenhaus diese Leistungen nach Angaben von Radio K.W. wieder vollständig. Die Entscheidung im Eilverfahren regelte allerdings nur die Versorgung bis zur Klärung im Hauptsacheverfahren.

Entscheidung über Eierstockkrebs noch offen

Anders ist die Situation bei der Behandlung von Eierstockkrebs. Für diese Leistungsgruppe konnte das Marien-Hospital bislang keine entsprechende vorläufige Regelung erreichen.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf beschäftigt sich nun mit der endgültigen Zuweisung aller drei umstrittenen Leistungsgruppen. Damit entscheidet das Verfahren auch darüber, ob die entsprechenden Behandlungen künftig dauerhaft am Standort Wesel angeboten werden können.

Das Verfahren gehört zu einer Reihe von Klagen nordrhein-westfälischer Krankenhäuser gegen die neue Krankenhausplanung und die damit verbundene Zuweisung von Leistungsgruppen.