Krise am Altmark-Klinikum: Mitarbeiter entziehen ver.di das Mandat und fordern Sonderzahlungen

Ablehnung der Notfallregelung verschärft finanzielle Lage – Vertrauensverlust in Salus Altmark Holding

Die wirtschaftliche Situation am Altmark-Klinikum mit seinen Standorten in Salzwedel und Gardelegen hat sich zugespitzt. Wie die Volksstimme berichtet, hat die Mehrheit der Belegschaft die vorgeschlagene Not- und Härtefallregelung abgelehnt. Damit verbunden ist ein deutliches Misstrauensvotum gegen die Betriebsleitung sowie die Trägergesellschaft Salus Altmark Holding: Die Mitarbeiter fordern die sofortige Auszahlung des seit November 2025 ausstehenden Weihnachtsgeldes und haben der Gewerkschaft ver.di das Mandat für die Verhandlungen über einen Notlagentarifvertrag entzogen.

Dieser Schritt der Beschäftigten markiert einen Wendepunkt in der ohnehin angespannten Lage des Klinikums, dem Millionenbeträge zur Deckung der laufenden Kosten fehlen. Durch den Entzug des Verhandlungsmandats ist die rechtliche Basis für einen Sanierungstarifvertrag, der vorübergehende Gehaltsverzichte vorsah, vorerst hinfällig. Die Mitarbeiter signalisieren damit unmissverständlich, dass sie nicht länger bereit sind, die strukturellen Defizite des Hauses durch den Verzicht auf vertraglich zugesicherte Sonderzahlungen aufzufangen.

Update: Ursprünglich hatte die Klinikleitung mit einem Notlagentarifvertrag versucht, die drohende Zahlungsunfähigkeit abzufedern. Kernpunkt war die zunächst bis April ausgesetzte Auszahlung des Weihnachtsgeldes 2025, das schrittweise bis 2027 zurückgezahlt werden sollte.

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