Kreistag stellt sich hinter Varisano-Geschäftsführung

Antrag von Linke/Die Partei scheitert an allen übrigen Fraktionen – für 2027 stehen laut Landrat Cyriax zehn Millionen Euro Mindereinnahmen im Raum

Die Geschäftsführer des Klinikverbunds varisano, Michael Osypka und Dr. Patrick Frey, erhalten Rückendeckung aus dem Kreistag des Main-Taunus-Kreises. Ein Antrag der Fraktion Die Linke/Die Partei, der bei ausbleibender Entwicklungsplanung auf eine Abberufung der Geschäftsführer zielte, wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Das berichtet die Frankfurter Neue Presse (FNP).

Auslöser der politischen Auseinandersetzung waren Aussagen der Varisano-Geschäftsführung zu möglichen Folgen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes. Frey und Osypka hatten gegenüber der FNP Einsparungen auch beim Personal nicht ausgeschlossen. Landrat Michael Cyriax (CDU), der den Main-Taunus-Kreis im Aufsichtsrat vertritt, stellte sich gegen die Forderung nach personellen Konsequenzen. Nach seinen Angaben erwartet Varisano durch die gesetzlichen Veränderungen für 2027 Mindereinnahmen von insgesamt rund zehn Millionen Euro. Davon sollen etwa vier Millionen Euro auf die Kliniken des Main-Taunus-Kreises entfallen.

Die Linke/Die Partei hatte eine strukturierte Entwicklungsplanung bis zum Jahresende gefordert und der Geschäftsführung vorgeworfen, mit ihren öffentlichen Aussagen Beschäftigte zu verunsichern. Diese Kritik fand im Kreistag keine Mehrheit.