Kreiskrankenhaus Grünstadt behält Großteil der Leistungsgruppen

Ab 2027 bleiben neun Leistungsgruppen – Landkreis prüft Folgen für regionale Versorgung

Das Kreiskrankenhaus Grünstadt soll nach den aktuellen Planungen zur Umsetzung der Krankenhausreform in Rheinland-Pfalz weitgehend sein bisheriges medizinisches Angebot behalten. Nach Angaben von Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld bleiben mehr als 95 Prozent der bisherigen Leistungsgruppen erhalten. Der Landkreis will die Ergebnisse dennoch im Detail prüfen.

Zum 1. Januar 2027 sind für das Kreiskrankenhaus Grünstadt neun Leistungsgruppen vorgesehen: Allgemeine Innere Medizin, Allgemeine Chirurgie, HNO, Geriatrie, Allgemeine Frauenheilkunde, Geburtshilfe, Intensivmedizin sowie Knie- und Hüft-Endoprothetik.

Nicht mehr vorgesehen sind derzeit die Leistungsgruppen Wirbelsäulenchirurgie sowie Revisionen von Knie- und Hüftendoprothesen. Den Krankenhäusern soll hierzu allerdings noch eine Stellungnahme ermöglicht werden. Ob sich dadurch Änderungen an der Zuweisung erreichen lassen, ist nach Angaben des Landkreises derzeit offen.

Landrat Ihlenfeld bewertet die Ergebnisse zunächst positiv. Das Kreiskrankenhaus könne damit voraussichtlich als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit einem weitgehend unveränderten Angebot fortgeführt werden. Gleichzeitig kündigte er an, die Zuweisungen genau zu prüfen und weitere Gespräche zu führen.

Bad Dürkheim als mögliche Regioklinik

Besonderes Augenmerk richtet der Landkreis auf die weitere Entwicklung des Evangelischen Krankenhauses Bad Dürkheim. Nach bisherigem Kenntnisstand könnte sich das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium dort eine Entwicklung zur Regioklinik vorstellen. Welche Auswirkungen eine solche Neuordnung auf die regionale Krankenhausversorgung hätte, soll nach Auffassung des Landkreises umfassend geprüft und mit dem Ministerium erörtert werden.

Für das Hetzelstift in Neustadt und das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer zeichnen sich nach Angaben des Landkreises zunächst keine wesentlichen Veränderungen bei den Leistungsgruppen ab. Ihlenfeld sieht darin insbesondere für den südlichen Teil des Landkreises eine positive Nachricht. Ziel bleibe eine wohnortnahe stationäre Versorgung für die Bevölkerung.