Kreisklinik Roth trainiert Patientensicherheit im „Room of Horror“
„STOP! iT“ verbindet Fehlersuche im Patientenzimmer mit digitalem Lernmodul – Erkenntnisse aus CIRS und Risikomanagement fließen direkt in die Schulungen ein
Die Kreisklinik Roth setzt mit „STOP! iT“ auf ein interprofessionelles Schulungskonzept zur Patientensicherheit. Mitarbeitende suchen in einem realitätsnah präparierten Patientenzimmer gezielt nach versteckten Risiken und Fehlern. Anschließend werden die Fälle über ein digitales Lernmodul gemeinsam ausgewertet.
Das Konzept basiert auf dem sogenannten „Room of Horror“. In das Patientenzimmer werden bewusst typische Gefahrenquellen aus dem Klinikalltag eingebaut. Dazu gehören Fehler bei der Medikamentengabe, widersprüchliche Informationen, Hygienemängel sowie Risiken bei sturz- oder dekubitusgefährdeten Patienten.
Die Szenarien entstehen nicht ausschließlich theoretisch: Auch anonymisierte Erkenntnisse aus dem klinikeigenen Fehlermeldesystem CIRS sowie Erfahrungen aus Qualitäts- und Risikomanagement und bestehende Hausstandards werden berücksichtigt.
Ergebnisse können Klinikstandards verändern
Pflegekräfte, Ärzte und weitere Berufsgruppen bearbeiten die Situationen gemeinsam. Hinweise aus den Schulungen werden anschließend ausgewertet und können in die Weiterentwicklung von Behandlungs- und Pflegestandards einfließen.
Entwickelt wurde „STOP! iT“ von einem interprofessionellen Team aus Pflegedienstleitung, Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik, klinischem Risikomanagement und IT. Die technische Struktur soll es ermöglichen, weitere Themen und Versorgungssituationen mit vergleichsweise geringem Aufwand in das Trainingskonzept aufzunehmen.




