Krankenhaus Wittstock vor dem Aus: 20 Millionen Euro für Verlagerung nach Pritzwalk
Strukturreform in Brandenburg bündelt stationäre Versorgung – neue Poliklinik als Ausgleich geplant
Die geplante Schließung des KMG-Krankenhauses in Wittstock konkretisiert sich weiter. Wie der Nordkurier unter Verweis auf eine veröffentlichte Antwort des Brandenburger Gesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage berichtet, sollen rund 20 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds II in die Verlagerung der Fachabteilungen an den Standort Pritzwalk fließen. Für Krankenhäuser und Versorgungsstrukturen in der Region markiert dies einen weiteren Schritt in Richtung Zentralisierung stationärer Leistungen.
Dem Bericht zufolge ist vorgesehen, die bislang in Wittstock vorgehaltenen medizinischen Fachbereiche vollständig am KMG-Standort Pritzwalk zu konzentrieren. Die Finanzierung soll aus Mitteln des Krankenhausstrukturfonds II erfolgen, der in Brandenburg insgesamt mit rund 114 Millionen Euro ausgestattet ist. Die Entscheidung ist Teil eines umfassenderen Transformationsprozesses, mit dem stationäre Kapazitäten gebündelt und wirtschaftlicher betrieben werden sollen.
Parallel zur Schließung des Klinikstandorts Wittstock plant das Land Brandenburg den Aufbau einer neuen ambulanten Versorgungsstruktur. Bereits Ende Februar hatte die damalige Gesundheitsministerin angekündigt, rund 24 Millionen Euro in eine Poliklinik am Standort Wittstock zu investieren. Ergänzend stellt die Stadt Wittstock etwa drei Millionen Euro bereit. Die Einrichtung soll bis 2030 entstehen und von einer Tochtergesellschaft des Universitätsklinikums Ruppin-Brandenburg betrieben werden.






