Tarifeinigung bei den KMG Kliniken: Entgelterhöhungen und neue Zulagen vereinbart

Nach vier Verhandlungsrunden liegt ein Kompromiss vor – Mitgliederbefragung läuft bis 8. Dezember

Nach insgesamt vier Verhandlungsrunden haben ver.di und die Arbeitgeber der KMG Kliniken in Pritzwalk, Wittstock, Kyritz und Güstrow eine Tarifeinigung erzielt. Der Entgelttarifvertrag soll bis zum 31. März 2027 laufen und umfasst damit eine Laufzeit von 21 Monaten. Bis zum 8. Dezember findet die Mitgliederbefragung statt, im Anschluss entscheidet die ver.di-Tarifkommission über die Annahme.

Für die Mehrheit der Beschäftigten sind Entgelterhöhungen in drei Stufen vorgesehen, die insgesamt rund 5,8 Prozent ausmachen. Für Fachpflegekräfte und Pflegefachkräfte am Bett – sowohl auf Normal- als auch auf Intensivstationen – erfolgt zunächst eine tabellarische Angleichung an das Entgeltniveau des öffentlichen Dienstes. Eine darüber hinausgehende Erhöhung um mindestens 5,8 Prozent, wie sie für die übrigen Entgeltgruppen gilt, sei jedoch „von den Arbeitgebern bis zuletzt verweigert“ worden. Als Ausgleich wird vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2026 eine monatliche Pflegezulage von 133,80 Euro eingeführt.

Hebammen profitieren je nach Ausbildungsform und Entgeltstufe von Erhöhungen von bis zu 660 Euro monatlich. Auch bei Zulagen und Bereitschaftsdiensten wurden Verbesserungen vereinbart: Bereitschafteinsätze werden künftig besser vergütet, zudem steigen die Schicht- und Wechselschichtzulagen. Beschäftigte in der Sterilisation erhalten erstmals eine monatliche Zulage in Höhe von 50 Euro.

Nicht durchsetzen konnte ver.di die Aufnahme der Rehakliniken in den Entgelttarifvertrag. Laut Mitteilung der Gewerkschaft wollen die Arbeitgeber dort weiterhin die Entgelte einseitig festlegen. Eine entsprechende Information an die Beschäftigten sei angekündigt.

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