Klinikum St. Georg komplettiert Neuroradiologie unter neuer Leitung

Prof. Dr. Stefan Schob übernimmt Führung und setzt strategischen Ausbau zum regionalen Kompetenzzentrum fort

Die im Juni 2025 neu gegründete Klinik für Neuroradiologie am Klinikum St. Georg ist nun vollständig aufgestellt. Zum 1. Dezember hat Prof. Dr. med. habil. Stefan Schob die Leitung der Fachklinik übernommen, die seit Sommer moderne diagnostische und interventionelle Verfahren der Gefäß- und Hirnbildgebung anbietet. Mit dem Amtsantritt des renommierten Neuroradiologen ist der strukturelle Aufbau der Klinik abgeschlossen und der weitere Ausbau hin zu einem regional bedeutsamen Kompetenzzentrum gesichert.

Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Geißler bezeichnet die Übernahme als wichtigen Meilenstein: „Mit Prof. Schob schließen wir den entscheidenden letzten Baustein beim Aufbau unserer neuroradiologischen Expertise.“ Die neue Klinik habe bereits „hervorragende Arbeit geleistet“, und mit der nun kompletten Führung könne man die Versorgung von Schlaganfall- und Gefäßerkrankungen „auf ein neues, dauerhaft tragfähiges Niveau anheben“. Besonders bei der Schlaganfallversorgung verfüge das Klinikum nun – neben dem UKL – als einziges Klinikum überregional über eine Maximalversorgerstruktur mit Neurologie/Stroke Unit, Neurochirurgie, Neuroradiologie und Neuropathologie, gebündelt in einem Neurozentrum. Dies sei „für das Ergebnis eines jeden einzelnen Schlaganfallpatienten von größter Bedeutung“.

Die Neuroradiologie zählt zu den dynamischsten Disziplinen der modernen Medizin und arbeitet überwiegend mit minimal-invasiven Katheterverfahren, etwa zur Entfernung von Gefäßverschlüssen, zur Behandlung von Aneurysmen oder zur Diagnostik komplexer neurovaskulärer Veränderungen. Seit Juni 2025 stellen die Neurointerventionalisten des Klinikums eine rund um die Uhr verfügbare Notfallversorgung sicher – darunter für Schlaganfälle, aneurysmatische Hirnblutungen, arteriovenöse Malformationen und weitere akute neurovaskuläre Erkrankungen. Die unmittelbare Versorgung vor Ort verkürzt kritische Zeitintervalle und verbessert die klinischen Ergebnisse maßgeblich.

Prof. Schob wechselt vom Universitätsklinikum Halle, wo er in den letzten drei Jahren die Neuroradiologie kommissarisch leitete. Zuvor forschte er am Center for Systems Biology der Harvard Medical School sowie am Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg und war unter anderem am Klinikum Stuttgart und am Universitätsklinikum Leipzig tätig. Er bringt langjährige klinische und wissenschaftliche Expertise in der Behandlung neurovaskulärer Erkrankungen und in der Entwicklung innovativer bildgebender und interventioneller Verfahren mit.

Geschäftsführerin Claudia Pfefferle betont den langfristigen strategischen Ansatz des Hauses: „Wir investieren bewusst in Strukturen, die die Gesundheitsversorgung der Region nachhaltig verbessern.“ Mit der vollständigen Aufstellung der Neuroradiologie schaffe man die Basis, moderne Schlaganfall- und Gefäßmedizin dauerhaft in Leipzig verfügbar zu halten. Der Start von Prof. Schob markiere den „Übergang vom Aufbau in die Weiterentwicklung“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert