Klinikum Landsberg erwartet 2026 geringeres Defizit
Landkreis gleicht 2025 Fehlbetrag von 3,4 Millionen Euro aus – Hochrechnung für 2026 liegt bei rund zwei Millionen Euro
Das Klinikum Landsberg am Lech steht trotz anhaltender wirtschaftlicher Belastungen vor einer leichten Verbesserung seiner finanziellen Situation. Wie das Landsberger Tagblatt berichtet, muss der Landkreis Landsberg das Defizit des Klinikums für 2025 in Höhe von 3,4 Millionen Euro ausgleichen. Für 2026 liegt die aktuelle Hochrechnung des kommunalen Krankenhauses bei einem Fehlbetrag von rund zwei Millionen Euro.
Der Kreisausschuss hat den Ausgleich des Jahresfehlbetrags 2025 in Höhe von 3,4 Millionen Euro bewilligt. Klinikvorstand Marco Woedl bezeichnete das Defizit als erhebliche Belastung für den Landkreis. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser noch schwieriger sei. Nach Angaben der Bayerischen Krankenhausgesellschaft hatten 85 Prozent der Kliniken für 2025 mit einem Defizit gerechnet, teilweise in zweistelliger Millionenhöhe.
Für das Klinikum Landsberg fiel das tatsächliche Ergebnis zumindest besser aus als ursprünglich erwartet. Im Wirtschaftsplan war für 2025 noch ein Defizit von 5,8 Millionen Euro vorgesehen. Der Fehlbetrag konnte damit gegenüber der ursprünglichen Planung um 2,4 Millionen Euro reduziert werden.
Der Landkreis sieht sich mit der Übernahme des Defizits zugleich zur Sicherung der wohnortnahen medizinischen Versorgung bekannt. Für das Klinikum bleibt es nach Aussage des Vorstandes dennoch eine zentrale Aufgabe, weitere interne Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Verbesserung zu identifizieren.




