Klinikum Karlsruhe bündelt Ersteinschätzung für Notfallpatienten
Neue zentrale Anlaufstelle steuert Patienten in Notaufnahme, KV-Notfallpraxis oder MVZ – zweite Bauetappe des künftigen INZ ist abgeschlossen
Das Städtische Klinikum Karlsruhe (SKK) hat einen weiteren Teil seiner modernisierten Notaufnahme in Betrieb genommen. Herzstück ist eine zentrale Anlaufstelle, an der selbstständig eintreffende Notfallpatienten angemeldet, medizinisch eingeschätzt und anschließend in den jeweils geeigneten Versorgungsbereich weitergeleitet werden.
Je nach Behandlungsbedarf erfolgt die weitere Versorgung in der Zentralen Notaufnahme, der Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung oder im Medizinischen Versorgungszentrum. Damit schafft das Klinikum weitere räumliche und organisatorische Voraussetzungen für ein Integriertes Notfallzentrum (INZ) und eine sektorenübergreifende Patientensteuerung.
Neben dem neuen Anmelde- und Ersteinschätzungsbereich wurden auch die Zugänge und Wege für den Rettungsdienst erneuert. Die aktuelle Bauetappe konnte nach Angaben des Klinikums durch ein verändertes Baukonzept knapp zwei Monate früher als ursprünglich geplant abgeschlossen werden.
Modernisierung erfolgt in mehreren Etappen
Bereits Ende 2025 waren erste Bereiche des neuen INZ eröffnet worden. Dazu gehören 17 Behandlungs- und Untersuchungsräume, vier Infekträume mit Schleusen, ein neuer Wartebereich sowie ein zusätzlicher Schockraum.
Das Klinikum will die Strukturen in den kommenden Jahren weiterentwickeln und dabei insbesondere die stärkere Verzahnung von stationärer und ambulanter Notfallversorgung berücksichtigen.




