Klinikum Bielefeld beruft Prof. Dr. Annegret Kuhn zur Medizinischen Geschäftsführerin
Erste medizinische Geschäftsführerin soll Universitätsmedizin und Versorgungsstruktur strategisch weiterentwickeln

Neue Medizinische Geschäftsführerin am Klinikum Bielefeld: Prof. Dr. med. Annegret Kuhn, MBA (58), ist Ärztin, Wissenschaftlerin, Hochschullehrerin und Managerin im Gesundheitswesen.
Foto: Klinikum Bielefeld
Das Klinikum Bielefeld hat mit Prof. Dr. med. Annegret Kuhn, MBA, erstmals eine Medizinische Geschäftsführerin berufen. Die 58-jährige Ärztin hat ihr Amt am 01.04.2026 offiziell angetreten und soll künftig die medizinische Ausrichtung sowie die strategische Weiterentwicklung des Klinikums maßgeblich prägen. Die Personalentscheidung markiert einen strukturellen Schritt in Richtung stärker universitär geprägter Klinikführung.
Mit dem Amtsantritt von Prof. Dr. med. Annegret Kuhn, MBA, vollzieht das Klinikum Bielefeld eine bedeutende Veränderung in seiner Führungsstruktur. Erstmals wird die medizinische Geschäftsführung in dem Haus durch eine eigenständige medizinische Leitung auf Geschäftsführungsebene wahrgenommen. Die neue Position ist gleichberechtigt neben der kaufmännischen Geschäftsführung angesiedelt und soll insbesondere die medizinisch-strategische Entwicklung des Klinikums stärken.
Prof. Kuhn verfügt über eine breit angelegte Expertise im Bereich der Universitätsmedizin sowie im Klinik- und Wissenschaftsmanagement. Als Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, langjährige Wissenschaftlerin und Hochschullehrerin sowie ehemalige Ärztliche Direktorin bringt sie sowohl klinische als auch akademische Führungserfahrung in ihre neue Funktion ein. Vor ihrem Wechsel nach Bielefeld war sie in leitenden medizinischen und wissenschaftlichen Funktionen tätig und gilt als ausgewiesene Expertin für die Verbindung von Versorgung, Forschung und Lehre.
Zum Start betonte Prof. Kuhn die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden sowie mit der kaufmännischen Geschäftsführung. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Ackermann will sie das Klinikum partnerschaftlich weiterentwickeln und dabei sowohl die medizinische Qualität als auch Innovationsprozesse in den Mittelpunkt stellen. Besonderes Augenmerk legt sie auf die Integration von Forschungsergebnissen in die klinische Versorgung sowie auf die weitere Digitalisierung von Abläufen im Krankenhausbetrieb.
Strategisch verfolgt das Klinikum Bielefeld gemeinsam mit Partnerkliniken in der Region das Ziel, sich perspektivisch zu einem Universitätsklinikum mit überregionaler Bedeutung weiterzuentwickeln. Dabei soll insbesondere die Vernetzung von Forschung, Lehre und klinischer Versorgung ausgebaut werden. Prof. Kuhn sieht hierin einen zentralen Hebel, um medizinische Qualität nachhaltig zu sichern und gleichzeitig innovative Versorgungsstrukturen zu etablieren.
Neben der strukturellen Weiterentwicklung betont die neue Medizinische Geschäftsführerin auch die Bedeutung der Unternehmenskultur. Ein Klinikum sei vor allem durch die Menschen geprägt, die dort arbeiten. Vertrauen, Transparenz und interdisziplinäre Zusammenarbeit seien aus ihrer Sicht zentrale Voraussetzungen für eine moderne Krankenhausführung. Ziel sei es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sowohl fachliche Exzellenz als auch persönliche Entwicklung fördert.
Mit der neuen Führungsstruktur setzt das Klinikum Bielefeld ein Signal für eine stärkere medizinstrategische Ausrichtung und eine engere Verzahnung von Versorgung, Wissenschaft und Management.






